Wirtschaft

Transparenzpflichten für Netzbetreiber sollen Strompreise senken

  • dts - 11. Juni 2021, 13:02 Uhr
Bild vergrößern: Transparenzpflichten für Netzbetreiber sollen Strompreise senken
Strommast
dts

.

Berlin - Die Bundesregierung will die Betreiber von Stromnetzen mit dem neuen Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) zwingen, ihre Preisberechnungen transparent zu machen. Das berichtet der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe.

Sie müssten dann Kosten und Kalkulationsgrundlagen veröffentlichen, wie der Gesetzesvorlage zu entnehmen ist. Dagegen hatten sich Branchengrößen wie Eon, aber auch Stadtwerke jahrelang erfolgreich gewehrt. Für Stromverbraucher könnte der Vorstoß laut Experten mittelfristig Entlastungen in Milliardenhöhe bedeuten. Die Netzentgelte summieren sich auf mehr als 25 Milliarden Euro jährlich und sind mit rund acht Cent pro Kilowattstunde der größte Kostenblock im Strompreis.

Verbraucherschützer und unabhängige Stromanbieter wie das Hamburger Unternehmen Lichtblick werfen den etablierten Anbietern Preistreiberei und unseriöse Abrechnungsmethoden vor. Anhand von Einzelbeispielen konnten sie aufzeigen, dass in die Kalkulation offenbar sachfremde Kosten einfließen und die Einnahmen aus dem Netz zur Subventionierung anderer Unternehmensteile eingesetzt wurden. Die Netzbetreiber weisen das zurück und weigern sich bisher mit Verweis auf Geschäftsgeheimnisse, ihre Kalkulationsgrundlagen zu veröffentlichen. Stromnetze sind staatlich regulierte Monopole, ihre Besitzer und Betreiber müssen die Netze Konkurrenten zur Verfügung stellen.

Sie dürfen dafür ihre Kosten sowie einen von der Bundesnetzagentur festgesetzten Gewinnaufschlag berechnen, der mit der monatlichen Stromrechnung eingezogen wird.

Weitere Meldungen

Linksfraktionschefin: Konzerne müssen klimafreundlicher produzieren

Berlin - Die Fraktionsvorsitzende der Linken, Amira Mohamed Ali, fordert eine klimafreundlichere Produktion. "Es ist notwendig, anders zu produzieren. Die Konzerne, die sehr hohe

Mehr
Kommunen fordern mehr verkaufsoffene Sonntage

Berlin - Angesichts der Umsatzeinbrüche bei vielen Einzelhändlern in der Coronakrise fordert der Städte- und Gemeindebund, mehr verkaufsoffene Sonntage zu gestatten. "Wir müssen

Mehr
DIW fordert Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten

Berlin - Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, fordert angesichts der schwierigen Lage vieler Einzelhandelsbetriebe eine

Mehr

Top Meldungen

Bahn rechnet mit Ferienboom - Bericht über Passagierschwund

Berlin - Die Deutsche Bahn bereitet sich auf einen Rekordsommer im Reiseverkehr vor. Das berichtet der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe. Zehntausend zusätzliche Plätze auf

Mehr
NRW-Wirtschaftsminister verweist auf Städte bei Sonntagsöffnungen

Düsseldorf - Nach Forderungen, den Einzelhandel bis Jahresende an allen Sonntagen öffnen zu lassen, hat NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) an die Städte appelliert.

Mehr
Bauernpräsident wirft SPD Blockade beim Tierwohl vor

Berlin - Bauernpräsident Joachim Rukwied hat der SPD nach dem Scheitern eines staatlichen Tierwohlkennzeichens vorgeworfen, bessere Tierhaltung in Deutschland zu blockieren. "Die

Mehr