Politik

Stefanik zu Nachfolgerin von Trump-Kritikerin Cheney in Fraktionsspitze gewählt

  • AFP - 14. Mai 2021, 16:25 Uhr
Bild vergrößern: Stefanik zu Nachfolgerin von Trump-Kritikerin Cheney in Fraktionsspitze gewählt
Trump-Verbündete Elise Stefanik
Bild: AFP

Nach dem Rauswurf der Trump-Kritikerin Liz Cheney aus der Fraktionsführung der US-Republikaner ist die Abgeordnete Elise Stefanik zu ihrer Nachfolgerin gewählt worden. Die 36-jährige Verbündete von Ex-Präsident Donald Trump wurde zur neuen Nummer drei der Konservativen im Repräsentantenhaus gewählt.

Nach dem Rauswurf der Trump-Kritikerin Liz Cheney aus der Fraktionsführung der US-Republikaner ist die Abgeordnete Elise Stefanik zu ihrer Nachfolgerin gewählt worden. Die 36-jährige Verbündete von Ex-Präsident Donald Trump wurde am Freitag zur neuen Nummer drei der Konservativen im Repräsentantenhaus gewählt. Stefanik setzte sich bei einer Abstimmung in der Fraktion Medienberichten zufolge mit 134 zu 46 Stimmen gegen den Abgeordneten Chip Roy durch.

Trump gratulierte Stefanik zu ihrem "großen und überwältigenden Sieg". "Die Republikaner im Repräsentantenhaus sind vereint und die Bewegung Make America Great Again ist stark!", erklärte er. "Macht Amerika wieder großartig" war schon 2016 Trumps Wahlkampfmotto - und ist bis heute sein Slogan.

Stefanik dankte dem Ex-Präsidenten für seine Unterstützung: Der 74-Jährige, der bei der Basis großen Rückhalt genießt, sei nach wie vor ein "sehr wichtiger Teil unseres republikanischen Teams".

Cheney war am Mittwoch nach scharfer Kritik an Trump aus der Fraktionsführung geworfen worden. Die 54-jährige Tochter des früheren Vizepräsidenten Dick Cheney hatte wiederholt die "große Lüge" angeprangert, Trump habe die Präsidentschaftswahl vom 3. November nur durch massiven Wahlbetrug gegen den Demokraten Joe Biden verloren. Nach der Kapitol-Erstürmung vom 6. Januar hatte die Abgeordnete aus dem Bundesstaat Wyoming zudem als eine von nur zehn Republikanern für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump gestimmt.

Trump und seine Verbündeten gehen hart gegen parteiinterne Kritiker des Ex-Präsidenten vor. Trump selbst hatte öffentlich Stimmung gegen Cheney gemacht und für Stefanik als ihre Nachfolgerin in der Fraktionsspitze geworben.

Die 36-jährige Abgeordnete aus dem Bundesstaat New York versprach nun, sich für die "Einheit" der Partei einsetzen zu wollen. Sie wolle außerdem die "zerstörerische, radikale, weit links stehende, sozialistische Agenda von Präsident Joe Biden" bekämpfen.

Stefanik war 2014 mit 30 Jahren als bis dahin jüngste Frau der US-Geschichte ins Repräsentantenhaus gewählt worden. Sie galt lange Zeit als moderate Republikanerin, einige Konservative hielten sie gar für zu liberal. Sie machte dann vor allem als Unterstützerin Trumps auf sich aufmerksam und hat sich hinter die durch nichts belegten Wahlbetrugsvorwürfe des Ex-Präsidenten gestellt.

Die Oppositionspartei hofft, den regierenden Demokraten bei den Kongresswahlen im Herbst 2022 die Mehrheit in Repräsentantenhaus und Senat entreißen zu können.

Weitere Meldungen

USA erinnern erstmals mit Nationalfeiertag "Juneteenth" an Ende der Sklaverei

In den USA ist am Samstag erstmals mit dem neuen Nationalfeiertag "Juneteenth" an das Ende der Sklaverei vor mehr als 150 Jahren erinnert worden. Im ganzen Land, von New York an

Mehr
USA stellen Taiwan 2,5 Millionen Corona-Impfdosen zur Verfügung

Die USA stellen Taiwan 2,5 Millionen Corona-Impfdosen zur Verfügung. "Unsere Spende von 2,5 Millionen Impfdosen ist auf dem Weg nach Taiwan", erklärte Außenamtssprecher Ned Price

Mehr
Tausende mit Regenbogenfahnen bei Pride-Parade in Warschau

Tausende Menschen haben sich bei einer Pride-Parade in Warschau für die Gleichstellung Homosexueller eingesetzt. Mit Regenbogenfahnen und Musik zogen am Samstag schätzungsweise

Mehr

Top Meldungen

Linksfraktionschefin: Konzerne müssen klimafreundlicher produzieren

Berlin - Die Fraktionsvorsitzende der Linken, Amira Mohamed Ali, fordert eine klimafreundlichere Produktion. "Es ist notwendig, anders zu produzieren. Die Konzerne, die sehr hohe

Mehr
Kommunen fordern mehr verkaufsoffene Sonntage

Berlin - Angesichts der Umsatzeinbrüche bei vielen Einzelhändlern in der Coronakrise fordert der Städte- und Gemeindebund, mehr verkaufsoffene Sonntage zu gestatten. "Wir müssen

Mehr
DIW fordert Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten

Berlin - Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, fordert angesichts der schwierigen Lage vieler Einzelhandelsbetriebe eine

Mehr