Wirtschaft

Schmuckhersteller Pandora verarbeitet nur noch synthetische Diamanten

  • AFP - 4. Mai 2021, 14:48 Uhr
Bild vergrößern: Schmuckhersteller Pandora verarbeitet nur noch synthetische Diamanten
Verkäuferin mit Armband von Pandora in Kopenhagen
Bild: AFP

Der dänische Schmuckhersteller Pandora, bekannt für seine Armbänder mit verschiedenen Anhängern, verzichtet ab sofort auf Diamanten, die unter oft schlechten Arbeitsbedingungen in Minen geschürft werden. Pandora werde nur noch synthetische Diamanten verarbeiten.

Der dänische Schmuckhersteller Pandora, bekannt für seine Armbänder mit verschiedenen Anhängern, verzichtet ab sofort auf Diamanten, die oft unter schlechten Arbeitsbedingungen in Minen geschürft werden. Pandora werde nur noch synthetische Diamanten verarbeiten, kündigte das Unternehmen am Dienstag an. Sie seien günstiger, hätten dabei aber "die gleichen Charakteristiken wie natürliche Diamanten". Diamanten "sind nicht nur für immer, sondern auch für jeden", erklärte Unternehmenschef Alexander Lacik. 

Der Verzicht auf natürliche Diamanten sei ein weiterer Schritt zum Ziel, nachhaltiger zu werden. Pandora hatte vor einem Jahr angekündigt, bis 205 nur noch Recycling-Gold und -Silber zu verwenden. 

Die erste Kollektion mit Labor-Diamanten wurde am Dienstag in Großbritannien präsentiert. Der Verkauf andernorts soll im kommenden Jahr starten. 

Pandora, 1982 in Kopenhagen gegründet, ist heute ein multinationales Unternehmen mit mehr als 27.000 Beschäftigten. Die Hälfte von ihnen arbeitet in Thailand, wo der Schmuck produziert wird. Das Unternehmen verkauft 250.000 Schmuckstücke am Tag - vor allem Armbänder. Der Schmuck ist vergleichsweise günstig, Diamanten nutzt Pandora nur in einem kleinen Teil der Kollektion. 

Labordiamanten sind zwar ethisch korrekt, ihre Ökobilanz ist aber auch nicht gut: Die Herstellung verlangt extrem hohe Temperaturen, was eine Menge Energie benötigt. Pandora produziert nach eigenen Angaben bereits 60 Prozent des Schmucks mit erneuerbarer Energie. Der Anteil soll im kommenden Jahr auf 100 Prozent steigen. 

Weitere Meldungen

Ferienwohnungen und Mietwagen werden deutlich teurer

Ferienwohnungen und Mietwagen in Deutschland und in beliebten Urlaubsländern werden laut einer Auswertung von Suchanfragen in diesem Jahr deutlich teurer als noch vor der

Mehr
Bundesverfassungsgericht entscheidet zu Steuern im Erbbaurecht

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe veröffentlicht am Dienstag (9.30 Uhr) einen Beschluss zum Erbbaurecht. Der hier fällige Erbbauzins konnte früher für mehrere Jahre vorab

Mehr
Ein öffentlicher Ladepunkt für 17 E-Autos

Der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge verläuft nach Angaben des Autoindustrieverbands VDA weiterhin schleppend. Durchschnittlich steht in Deutschland

Mehr

Top Meldungen

Tarifverhandlungen für das Baugewerbe beginnen am Dienstag

In einem Hotel am Flughafen BER in Brandenburg beginnen am Dienstag (9.00 Uhr) die Tarifverhandlungen für rund 890.000 Beschäftigte im Bauhauptgewerbe. Die Industriegewerkschaft

Mehr
Inflation könnte kurzfristig drei Prozent übersteigen

Frankfurt/Main - EZB-Direktorin Schnabel hält eine Inflation in Deutschland, die kurzfristig drei Prozent übersteigt, für möglich. "Was wir sehen, ist, dass es aufgrund der

Mehr
USA machen Hackergruppe Darkside für Cyberangriff auf Pipeline verantwortlich

Die USA haben eine Hackergruppe namens Darkside für den Cyberangriff auf die größte Pipeline des Landes verantwortlich gemacht. Bei der Hackerattacke auf den Betreiber Colonial

Mehr