Politik

Umfrage: Logistikbranche rechnet mit steigenden Preisen

  • veröffentlicht am 11. November 2010

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Mit steigenden Transportpreisen rechnen die Angehörigen der Transport- und Logistikbranche. Das gilt besonders im Luftfrachtbereich, wo 41,4 Prozent der Branchenakteure eine Verteuerung erwarten. Laut einer jetzt vorgestellten Umfrage des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) rechnet die große Mehrheit der Logistik-Einkäufer damit, dass die im Zeichen der Finanzkrise erfolgte Laderaumverknappung die Preise in den nächsten Jahren in die Höhe treiben wird. Verlader und Spediteure warnen daher bereits jetzt vor drohenden Engpässen auf Schiene, Straße und im Luftverkehr. Die vielfach geforderte Verlagerung des Güterverkehrs "von der Straße auf die Schiene" wird von 63 Prozent der Befragten unterstützt. Allerdings rechnet mehr als die Hälfte von ihnen mit Preisaufschlägen auch bei der Bahn.

83 Prozent der Befragten vertreten die Meinung, dass die heutige Verkehrsinfrastruktur "chronisch unterfinanziert ist und an Substanzverlust leidet". Rund drei Viertel der Praktiker gehen davon aus, dass der Einfluss der CO2-Politik die Transportpreise in die Höhe treiben wird.

Klare Zustimmung von 80 Prozent gibt es auch für die Forderung nach einer Geschwindigkeitsbegrenzung für Transporter der "Sprinter"-Klasse mit einem Gewicht bis 3,5 Tonnen. Eine Zulassung der umstrittenen Lang-Lkw unterstützen knapp 65 Prozent - vermutlich auch deswegen, weil sie sich davon sinkende Einkaufspreise für Spediteurleistungen versprechen. Andererseits: Eine Lkw-Maut für Fahrzeuge bis 12 Tonnen Gesamtgewicht befürworten 60 Prozent der Befragten. Breite Unterstützung (65 Prozent) findet die Forderung an die Politik, die gesetzlichen Anforderungen zur aerodynamischen Optimierung von Nutzfahrzeugen zu lockern. mah

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