Politik

Fristen einhalten für die Steuererklärung 2009

  • veröffentlicht am 5. Mai 2010

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Nicht jeder Bundesbürger ist verpflichtet, eine Steuererklärung bei seinem zuständigen Finanzamt einzureichen. Doch wer verpflichtet ist, die ungeliebten Bögen auszufüllen, muss seine Steuererklärung für 2009 bis zum 31. Mai 2010 beim zuständigen Finanzamt einreichen. Wer die Arbeit einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein überlässt, hat mit der Abgabe bis zum 31. Dezember Zeit. Steuerzahlern, die den Abgabetermin nicht einhalten können, müssen einen Antrag auf Fristverlängerung stellen. Darin ist zu begründen, warum eine fristgerechte Abgabe der Unterlagen nicht möglich ist. Wird die Abrechnung zu spät eingereicht, kann der Fiskus einen Verspätungszuschlag in Höhe von bis zu zehn Prozent der festgelegten Steuer (höchstens aber 25.000 Euro) erheben.

Eine Steuererklärung muss abgeben, wer steuerfreie Lohnersatzleistungen (Arbeitslosengeld, Kranken-, Eltern- oder Kurzarbeitergeld) von mehr als 410 Euro erhalten hat. Auch Arbeitnehmer oder Rentner, die neben Gehalt oder Rente weitere Einkünfte ohne Lohnsteuerabzug von mehr als 410 Euro bekommen haben, müssen die Erklärung einreichen. Das gilt auch für Arbeitnehmer einer rentenversicherungspflichtigen und einer rentenversicherungsfreien Beschäftigung, wenn sie beispielsweise sowohl als Beamter als auch als Angestellter tätig waren oder auf der Lohnsteuerkarte ein Freibetrag eingetragen ist; allerdings nicht für den Behinderten- oder Hinterbliebenenpauschbetrag.

Hat ein Arbeitnehmer außerordentliche Einkünfte wie etwa eine Abfindung oder Jubiläumszuwendungen erhalten, die der Arbeitgeber nach der Fünftelregelung verrechnet hat, ist die Steuererklärung notwendig. Die Pflicht gilt auch, wenn ein Ehepartner nach Steuerklasse V oder VI besteuert wurde. Wenn die Ehe geschieden wurde oder ein Ehepartner gestorben ist und der andere noch im gleichen Jahr wieder geheiratet hat, muss eine Steuererklärung abgegeben werden.

Von der Steuer abzusetzen sind außergewöhnlich Belastungen. Hierbei unterscheiden die Finanzämter zwei Arten. Die außergewöhnlichen Belastungen allgemeiner Art sind zum Beispiel Ausgaben für Medikamente, Kuren, Pflege, aber auch Beerdigungen. Sie akzeptiert der Fiskus in voller Höhe, wenn diese um eine zumutbare Belastung reduziert wurden. Die außergewöhnlichen Belastungen besonderer Art können Steuerzahler hingegen vom ersten Euro an abrechnen, jedoch nur bis zu einem bestimmten Pausch- oder Höchstbetrag, erklären ARAG-Experten. Hierzu zählt zum Beispiel der Behinderten-Pauschbetrag. Und wer seinen pflegebedürftigen Ehegatten mit Pflegestufe III in der eigenen Wohnung betreut, kann einen Pauschbetrag von 924 Euro absetzen. wid/niza

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