Wirtschaft

Volkswagen gründet europäische Allianz für Elektroauto-Batterien

  • AFP - 21. März 2019, 17:38 Uhr
Bild vergrößern: Volkswagen gründet europäische Allianz für Elektroauto-Batterien
Volkswagen-Zentrale in Wolfsburg
Bild: AFP

Volkswagen will gemeinsam mit dem schwedischen Startup Northvolt und weiteren Unternehmen aus sieben EU-Mitgliedstaaten Batterien für Elektroautos entwickeln.

Anzeige

Volkswagen will gemeinsam mit dem schwedischen Startup Northvolt und weiteren Unternehmen aus sieben EU-Mitgliedstaaten Batterien für Elektroautos entwickeln. Die neue "Europäische Batterie-Union" soll Batterie-Rohmaterialien produzieren, Zelltechnologien entwickeln und sich auch um den Recyclingprozess kümmern, wie der Wolfsburger Autobauer am Donnerstag bekanntgab. Unter den Partnern ist laut einer Unternehmenssprecherin kein weiterer Autobauer.

Die neue Allianz will die gemeinsame Arbeit Anfang 2020 aufnehmen und sich um Fördermittel des Bundeswirtschaftsministeriums bemühen, um die Kosten für Forschung und Entwicklung abzudecken. Ressortleiter Peter Altmaier (CDU) hatte Konsortien, die innerhalb der Europäischen Union Batteriezellen produzieren wollen, insgesamt eine Milliarde Euro an staatlichen Hilfen in Aussicht gestellt. Frankreich will zusätzlich 700 Millionen Euro beitragen.

Hintergrund ist die Dominanz der asiatischen Industrie im Batteriegeschäft. Viele europäische Autobauer werden aktuell von asiatischen Herstellern mit den Zellen beliefert, die besonders für Elektroautos elementar sind. Wenn Deutschland gute Arbeitsplätze in der Industrie erhalten und neue schaffen wolle, müsse es zum Vorreiter in der Batteriezellproduktion werden, sagte Altmaier erst vor wenigen Tagen.

Dem Minister zufolge haben bisher mehr als 30 Unternehmen ihr Interesse an Fördermitteln formuliert. Nach Berichten des "Handelsblatts" sollen darunter auch der Chemie-Gigant BASF, die Autobauer BMW und Peugeot sowie der Batteriehersteller Varta sein.  

Die News Volkswagen gründet europäische Allianz für Elektroauto-Batterien wurde von AFP am 21.03.2019 in der Kategorie Wirtschaft mit den Stichwörtern D, EU, Auto, Elektro, Unternehmen abgelegt.

Weitere Meldungen

Haushalte mit Ölheizung müssen trotz milden Winters mehr zahlen als im Vorjahr

Haushalte mit Ölheizung müssen für die zurückliegenden Monate mehr Heizkosten zahlen als in den vergangenen Wintern - obwohl das Wetter sehr mild war. Grund sind die stark

Mehr
Große Mehrheit für staatliche Deckelung der Mieten

Eine große Mehrheit der Bürger wünscht sich eine staatliche Deckelung der Mieten. 84 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage für die "Welt am Sonntag" gaben an, der Staat solle dafür

Mehr
Zehn Luftfahrtbehörden prüfen gemeinsam Boeing 737 MAX

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat eine internationale Überprüfung der jüngsten Neuerungen an Flugzeugen des Typs Boeing 737 MAX angekündigt. Laut einer FAA-Mitteilung vom Freitag

Mehr

Top Meldungen

Klöckner bekräftigt Widerstand gegen pauschale Verschärfung der Düngeregeln

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat ihren Widerstand gegen eine von der EU-Kommission verlangte pauschale Verschärfung der Düngeregeln bekräftigt. "Was wir

Mehr
Bericht: Strom für Elektroautos teurer als Benzin oder Diesel

Berlin - Das Aufladen von Elektroautos an öffentlichen Ladesäulen verursacht laut eines Zeitungsberichts teilweise höhere Kosten als das Auftanken vergleichbarer Fahrzeuge mit

Mehr
Umfrage: Mehrheit gegen Enteignungen von Wohnungsunternehmen

Berlin - Die Mehrheit der Bundesbürger lehnt die Enteignung privater Wohnungsunternehmen ab. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag der

Mehr