Brennpunkte

Ministerin: Blackbox-Daten von Ethiopian Airlines und Lion-Air-Maschine ähneln sich

  • AFP - 17. März 2019, 19:35 Uhr
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Absturzstelle in Äthiopien
Bild: AFP

Zwischen den Flugschreiber-Daten der am vergangenen Sonntag abgestürzten Ethiopian-Airlines-Maschine und denen der im vergangenen Oktober gibt es einer ersten Auswertung zufolge deutliche Ähnlichkeiten. Diese müssten bei den derzeitigen Ermittlungen näher untersucht werden, teilte die äthiopische Verkehrsministerin Dagmawit Mogesam am Sonntag mit. Sie kündigte zugleich die Veröffentlichung eines vorläufigen Untersuchungsberichts 'in 30 Tagen' an.

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Die Flugschreiber-Daten der am vergangenen Sonntag abgestürzten Ethiopian-Airlines-Maschine weisen einer ersten Auswertung zufolge deutliche Ähnlichkeiten mit denen des im vergangenen Oktober verunglückten indonesischen Lion-Air-Passagierflugzeugs auf. Diese müssten noch näher untersucht werden, erklärte die äthiopische Verkehrsministerin Dagmawit Mogesam am Sonntag. Sie kündigte zugleich die Veröffentlichung eines vorläufigen Untersuchungsberichts "in 30 Tagen" an. 

Bei der Analyse des Flugdatenschreiber seien "eindeutige Ähnlichkeiten" der Daten aufgefallen, sagte Mogesam. Worum es sich dabei genau handelt, sagte sie nicht.

Die Maschine vom Typ Boeing 737 MAX 8 war am vergangenen Sonntag nur wenige Minuten nach dem Star verunglückt, 157 Menschen kamen dabei ums Leben. Die genaue Absturzursache ist noch unklar, Experten vermuten aber ein technisches Problem. Erst im Oktober war in Indonesien eine Maschine des gleichen Typs der Gesellschaft Lion Air kurz nach dem Start abgestürzt, dabei starben 189 Menschen.

Seit dem jüngsten Unglück in Äthiopien sind rund um den Globus Flugverbote für die Boeing-Maschinen des Typs 737 MAX erlassen worden, darunter auch in den USA. Der US-Flugzeugbauer teilte am Donnerstag mit, vorerst diese Maschinen nicht mehr auszuliefern. 

Boeing will die Modernisierung einer möglicherweise fehlerhafte Software an Bord des betroffenen Flugzeugtyps noch im März abschließen. Am Freitag hieß es in Branchenkreisen, dass dann die Installation der veränderten Software für das sogenannte Trimmsystem MCAS nur zwei Stunden dauern solle. Die Überarbeitung der Software hatte den Angaben zufolge bereits vor dem jüngsten Unglück begonnen. 

MCAS ist in den Verdacht geraten, für den Absturz der beiden Boeing 737 MAX in Äthiopien und Indonesien verantwortlich zu sein. MCAS soll verhindern, dass der Schub der Triebwerke im Steigflug derart stark wird, dass sich die Maschine nicht mehr gerade ausrichten lässt. Beide Unglücksmaschinen waren nach dem Start mit äußerst unregelmäßiger Flugkurve und -geschwindigkeit aufgestiegen, sanken anschließend unkontrolliert ab und schlugen steil auf dem Boden auf. 

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