Finanzen

Justizministerin will Steuerentlastung für Trennungsfamilien

  • dts - 16. März 2019, 01:16 Uhr
Bild vergrößern: Justizministerin will Steuerentlastung für Trennungsfamilien
Vater, Mutter, Kind
dts

.

Anzeige

Berlin - Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) hat ihr Ziel bekräftigt, Eltern nach der Trennung die gemeinsame Erziehung von Kindern zu erleichtern. "Wir müssen getrennt Erziehende finanziell entlasten", sagte Barley der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Dies sei wichtig im Interesse der betroffenen Kinder. Barley befürwortete zum Beispiel die steuerliche Entlastung von Trennungsfamilien. "Da müssen auf einmal zwei Wohnungen finanziert oder hohe Fahrtkosten bezahlt werden. Das wirkt in Konfliktsituationen zusätzlich wie ein Brandbeschleuniger", sagte die Justizministerin.

Nach ihren Angaben sind rund 200.000 Kinder jedes Jahr von der Trennung ihrer Eltern betroffen. Die SPD-Politikerin verteidigte ferner ihren aktuellen Vorstoß, lesbische Paare bei der Geburt eines Kindes heterosexuellen Paaren gleichzustellen. "Der Punkt ist, dass das bestehende Abstammungsrecht die heutzutage gelebten Familienkonstellationen nicht mehr ausreichend abbildet und deshalb den Interessen von Kind und Eltern nicht immer gerecht wird", sagte Barley. Es gehe hier nicht um Unterstützung von Randgruppen, sondern sehr konkret um Hilfe für Paare.

"Das betrifft Regenbogenfamilien genauso wie Scheidungsfamilien und Kinderwunschpaare", hob sie hervor. Neuregelungen seien "überfällig" angesichts der Tatsache, dass jede dritte Ehe auseinandergehe und Scheidungsverfahren sehr lange dauern könnten. "Wenn zum Beispiel eine Frau vor der Scheidung von ihrem Ehemann ein Kind mit dem neuen Partner bekommt, braucht es bisher eine sehr aufwändige gerichtliche Prozedur zur Klärung des rechtlichen Status dieses Kindes", erklärte die SPD-Ministerin. Nach ihrem neuen Gesetzentwurf reiche das Einvernehmen der drei Betroffenen. Auch bei künstlicher Befruchtung solle es künftig klare Regeln geben für das rechtliche Verhältnis zwischen Samenspender, Mutter und Wunschvater einerseits und dem Kind andererseits.

Die News Justizministerin will Steuerentlastung für Trennungsfamilien wurde von dts am 16.03.2019 in der Kategorie Finanzen mit den Stichwörtern Politik, Deutschland, Steuern, Familien abgelegt.

Weitere Meldungen

IT-Dienstleister Datev will Steuerberatung mit KI umkrempeln

Nürnberg - Der IT-Dienstleister Datev will die Arbeit von Steuerkanzleien mit künstlicher Intelligenz deutlich vereinfachen. Das berichtet das "Handelsblatt". Das Unternehmen

Mehr
Bafin prüft Vergabepraxis bei Mittelstands- und Immobilienkrediten

Frankfurt/Main - Die deutsche Finanzaufsicht Bafin will die Kreditvergabepraxis der Banken in Deutschland überprüfen. "Wir haben Hinweise, dass die Kreditvergabebedingungen der

Mehr
Grünen-Chef lehnt Bankenfusion ab

Berlin - Grünen-Chef Robert Habeck lehnt einen Zusammenschluss von Deutscher Bank und Commerzbank ab. "Damit würde man wieder eine Bank schaffen, die `too big to fail` ist. Ich

Mehr

Top Meldungen

Instagram führt Kauf-Button ein

Direkt die Schuhe der Stars kaufen: Die Internetplattform Instagram steigt in den unmittelbaren Onlinehandel ein und bietet Nutzern künftig einen Kauf-Button in der eigenen App

Mehr
Handel fordert finanzielle Hilfen beim Aufbau von E-Ladesäulen

Berlin - Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat in einem Brief an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) finanzielle Hilfen vom Bund gefordert, um beim Aufbau von

Mehr
5G-Versteigerung hat begonnen


Der Startschuss für die Versteigerung der 5G-Frequenzen durch die Bundesnetzagentur ist gefallen. Vier Bieter sind im Rennen um die 41 Frequenzblöcke. Neben den bisherigen

Mehr