Wirtschaft

Barzahlung noch immer das schnellste und kostengünstigste Zahlungsmittel

  • AFP - 12. Februar 2019, 13:56 Uhr
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Frau hält Geldbörse in der Hand
Bild: AFP

Wer mit Bargeld zahlt, braucht dafür im Schnitt gut 22 Sekunden. Dabei entstehen für Händler und Banken im Schnitt Kosten von 24 Cent je Transaktion, wie eine Bundesbank-Studie ergab.

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Wer mit Bargeld zahlt, braucht dafür im Schnitt gut 22 Sekunden; für Händler und Banken entstehen dabei im Schnitt Kosten von 24 Cent. "An der Ladenkasse ist die Barzahlung noch immer das schnellste und kostengünstigste Zahlungsmittel", sagte Bundesbankvorstand Johannes Beermann am Dienstag in Frankfurt am Main. Er stellte eine Studie zur Barzahlung im Einzelhandel vor.

Dafür ließ die Bundesbank im Jahr 2017 die Dauer von insgesamt 3.125 Zahlvorgängen in 15 Geschäften messen. Zudem gaben 30 Einzelhändler unterschiedlicher Größe Auskunft über ihre Kosten für Bar- und Kartenzahlungen. Der Studie zufolge sind Barzahlungen rund sieben Sekunden schneller als Kartenzahlungen mit PIN-Eingabe. Gegenüber der Kartenzahlung mit Unterschrift ist die Zahlung mit Bargeld sogar 16 Sekunden schneller.

Mit Blick auf die Kosten liegen Barzahlungen und Zahlungen mit EC-Karte nicht weit auseinander. Insbesondere Barzahlungen bis 50 Euro sind günstiger, da die Fixkosten für die Bargeldhaltung im Durchschnitt geringer sind als die Gebühren, die Händler pro Kartenzahlung entrichten müssen. Bei höheren Zahlungsbeträgen sind EC-Karten die kostengünstigste Variante.

Auch das kontaktlose Bezahlen, das in immer mehr Läden möglich ist, hat laut der Studie keinen Vorteil gegenüber dem Bargeld. Würden alle Kartenzahlungen mit PIN künftig kontaktlos erfolgen und müssten Zahlungen für Beträge unter 25 Euro nicht autorisiert werden, würden Barzahlungen weiterhin die geringsten Kosten pro Transaktion aufweisen, ergab eine Simulation.

Im deutschen Einzelhandel werden jährlich rund 20 Milliarden Transaktionen getätigt. "Drei von vier Zahlungen an der Ladenkasse werden in bar abgewickelt", erklärte Bundesbankvorstand Beermann. Allerdings steigt die Anzahl von bargeldlosen Zahlungen stetig.

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