Politik

Warnstreiks im Ländertarifkonflikt ausgeweitet - Tausende im Ausstand

  • AFP - 12. Februar 2019, 15:05 Uhr
Bild vergrößern: Warnstreiks im Ländertarifkonflikt ausgeweitet - Tausende im Ausstand
Protestaktion in Hamburg
Bild: AFP

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Diensts sind mehrere tausend Beschäftigte der Länder für ihre Forderung nach sechs Prozent mehr Lohn auf die Straße gegangen. Bei einer Protestaktion in Hamburg sprangen einige Streikende in die eiskalte Alster.

Anzeige

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Diensts sind am Dienstag mehrere tausend Beschäftigte der Länder für ihre Forderung nach sechs Prozent mehr Lohn auf die Straße gegangen. Bei Warnstreikkundgebungen unter anderem in Sachsen, Baden-Württemberg, Hamburg und Nordrhein-Westfalen riefen Gewerkschaftsvertreter die Arbeitgeber auf, in der dritten Verhandlungsrunde Ende Februar ein Gehaltsangebot vorzulegen. Bei Protesten in Hamburg sprangen einige Streikende in die eiskalte Alster.

In der Hansestadt zogen laut Deutschem Beamtenbund 1500 Streikende in einem Protestmarsch durch die Innenstadt. Die Aktion an der Alster stand unter dem Motto "Der öffentliche Dienst geht baden". In Leipzig beteiligten sich den Angaben zufolge rund 3000 Mitarbeiter des öffentlichen Diensts an Protesten, in Stuttgart mehr als tausend. Von den Warnstreiks betroffen waren demnach unter anderem Landesbehörden und Finanzämter.

Ein Schwerpunkt der Arbeitsniederlegungen in Nordrhein-Westfalen lag nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi auf Unikliniken, Universitäten und Hochschulen. Etwa 2500 Beschäftigte folgten im einwohnerstärksten Bundesland dem Aufruf zu Warnstreiks. Für die kommenden Tage kündigten die Gewerkschaften weitere Proteste von Landesbediensteten an. So werden am Mittwoch allein in Berlin mehrere tausend Streikende bei einer Kundgebung am Brandenburger Tor erwartet.

Die Gewerkschaften hatten eine Ausweitung ihrer Warnstreiks beschlossen, nachdem die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) auch in der zweiten Verhandlungsrunde in der vergangenen Woche kein Angebot vorlegte. Der TdL gehören alle Bundesländer außer Hessen an. Die Tarifverhandlungen werden am 28. Februar in Potsdam fortgesetzt.

In dem Tarifkonflikt fordern die Gewerkschaften sechs Prozent mehr Lohn für die gut 800.000 direkt betroffenen Angestellten der Länder, mindestens aber 200 Euro mehr. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen.

Die News Warnstreiks im Ländertarifkonflikt ausgeweitet - Tausende im Ausstand wurde von AFP am 12.02.2019 in der Kategorie Politik mit den Stichwörtern D, Länder, Gewerkschaften, Arbeit, Tarife, Streiks abgelegt.

Weitere Meldungen

Stadiondebatte zum Wahlkampfabschluss in der Ukraine

Zwei Tage vor der Stichwahl um das ukrainische Präsidentenamt haben sich die beiden Kandidaten am Freitag vor tausenden Zuschauern im Olympiastadion von Kiew einen verbalen

Mehr
Macron stellt kommende Woche politische Antwort auf "Gelbwesten"-Proteste vor

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will am kommenden Donnerstag seine politische Antwort auf die monatelangen "Gelbwesten"-Proteste vorstellen. Das teilte der Elyséepalast am

Mehr
Juncker kritisiert deutsche Klimapolitik als "ungenügend"

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat die deutsche Klimaschutzpolitik in ungewöhnlich deutlichen Worten kritisiert. "Ich staune, dass Deutschland die festgelegten

Mehr

Top Meldungen

Altmaier geht auf Kritiker seiner Industriepolitik zu

Berlin - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) geht auf die Kritiker seiner Industriepolitik zu. Er lade für den 6. Mai zum "Kongress zur Nationalen Industriestrategie

Mehr
Bericht: Steuerausfälle zwingen Scholz zu Buchungstrick

Berlin - Wegen der Abkühlung der Konjunktur drohen Bund und Ländern laut eines Medienberichts dieses Jahr Steuerausfälle von rund zehn Milliarden Euro. Das berichtet der

Mehr
Dutzende Stellen im Wirtschaftsministerium unbesetzt

Berlin - In den für die Energiewende zuständigen Abteilungen des Bundeswirtschaftsministeriums sind Dutzende Planstellen nicht besetzt. Das habe das Ministerium von

Mehr