Finanzen

Syngenta strebt Börsengang außerhalb Chinas an

  • dts - 4. Februar 2019
Bild vergrößern: Syngenta strebt Börsengang außerhalb Chinas an
Wallstreet in New York
dts

.

Anzeige

Basel - Der Agrochemiekonzern Syngenta plant in drei bis vier Jahren zurück an die Börse zu kommen. Syngenta wurde 2016 vom chinesischen Staatskonzern Chem China übernommen.

Trotzdem werde ein Börsengang außerhalb Chinas angestrebt, sagte Konzernchef Erik Fyrwald der "Süddeutschen Zeitung" (Montagsausgabe). "Es ist sehr unwahrscheinlich, dass wir in China an die Börse gehen. Wir werden voraussichtlich in der Schweiz, in den USA oder in Hongkong gelistet sein - oder eine Kombination der drei." Chem China werde Anteile verkaufen, aber weiterhin "einen substanziellen Anteil" der Aktien halten. Fyrwald verteidigte die umstrittene Übernahme durch den Staatskonzern für mehr als 40 Milliarden Dollar, es ist der bislang größte Zukauf durch ein chinesisches Unternehmen. "Wir wollen beweisen, dass es klappen kann, wenn die Chinesen einen internationalen Konzern wie uns erwerben und ihn mit langem Atem richtig unterstützen und entwickeln, ohne nur kurzfristig auf die Quartalsergebnisse zu schauen", sagte Fyrwald. Sygenta soll zu den Marktführern Bayer-Monsanto und Corteva aufschließen, fordert Fyrwald. "Wir wollen eine starke Nummer Drei werden und dann ein echter Wettbewerber für die beiden Großen sein. Dazu werden wir jetzt vor allem unsere Position in China massiv ausbauen." Er lobte, dass Bayer die umstrittene Firma Monsanto gekauft hat. Es sei gut für die gesamte Industrie, dass der Name Monsanto nun verschwinde. "Es ist für uns alle wichtig, dass das Image der Branche wieder besser wird."

Die News Syngenta strebt Börsengang außerhalb Chinas an wurde von dts am 04.02.2019 in der Kategorie Finanzen mit den Stichwörtern Finanzen, Schweiz, China, Börse, Unternehmen abgelegt.

Weitere Meldungen

Paul Collier fordert höhere Besteuerung von Immobilienbesitzern

Berlin - Der Oxford-Professor und frühere Chefökonom der Weltbank, Paul Collier, fordert einen Umbau des Steuersystems hin zu einer "ethischen und effizienten Besteuerung". Dazu

Mehr
IfW sieht bei Staatseinnahmen "wenig Luft nach oben"

Kiel - Der Ökonom Jens Boysen-Hogrefe vom Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel warnt davor, sich auf dem 2018 verbuchten Staatsüberschuss von 58 Milliarden Euro auszuruhen.

Mehr
Bericht: Scholz erwägt Kurswechsel in EU-Steuerpolitik

Berlin - Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) gibt laut eines Medienberichts ein einst ehernes Prinzip bisheriger deutscher Europapolitik auf. Beim Treffen der Finanzminister

Mehr

Top Meldungen

Bsirske prangert "mafiöse Strukturen" beim Paketversand an

Verdi-Bundeschef Frank Bsirske hat kriminelle Machenschaften beim Paketversand angeprangert. "In der Paketzustellbranche haben sich zum Teil mafiöse Strukturen etabliert", sagte

Mehr
Familienunternehmer nennen Frauenquote "Entmündigung"

Berlin - Trotz der nach wie vor geringen Besetzung von Führungspositionen in deutschen Unternehmen mit Frauen wehrt sich ein wichtiger Lobbyverband gegen mögliche gesetzliche

Mehr
Bundesrechnungshof kritisiert mangelnde Transparenz bei der Bahn

Berlin - Kay Scheller, Präsident des Bundesrechnungshofs, hat der Deutschen Bahn mangelhafte Transparenz vorgeworfen. "Die offiziellen Zahlen der Bahn beschönigen den maroden

Mehr