Finanzen

DWS kassiert Großauftrag an BNP Paribas

  • dts - 20. Januar 2019, 17:40 Uhr
Bild vergrößern: DWS kassiert Großauftrag an BNP Paribas
Skyline von Frankfurt / Main
dts

.

Anzeige

Frankfurt/Main - Die französische Großbank BNP Paribas hat überraschend einen sicher geglaubten Großauftrag der Deutsche-Bank-Tochter DWS verloren. Das bestätigten beide Seiten dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe).

Das Mandat umfasste die Fondsadministration sowie Depot- und Verwahrungsdienstleistungen für große Teile der DWS-Fonds. "Nach langen intensiven Verhandlungen und enger Zusammenarbeit haben die DWS und BNP Paribas Securities Services gemeinsam beschlossen, die im Juni 2018 angekündigte Übertragungen der Fondsadministration für aktiv verwaltete Fonds der DWS und der Depot- und Verwahrungsdienstleistungen für Publikumsfonds der DWS in Deutschland und Luxemburg an die BNP Paribas Securities Services nicht weiterzuverfolgen", sagte ein DWS-Sprecher dem "Handelsblatt". Der Deutschland-Sprecher von BNP Paribas schloss sich der Aussage an. Unter Fondsadministration versteht man Aufgaben wie die Fondsbuchhaltung oder die Erstellung von Fondsberichten.

Bislang erledigt die Asset-Managementtochter der Deutschen Bank das selbst. Von der Auslagerung an BNP Paribas hatte sich die DWS Einsparungen erhofft. Unter Depot- und Verwahrungsdienstleistungen versteht man die Verwahrung von Wertpapieren für andere sowie deren Verwaltung wie etwa das Einlösen von Zins- und Dividendenzahlungen für die verwahrten Wertpapiere. Dieses Mandat hatte die DWS bislang an das US-Haus State Street vergeben.

Für BNP ist das Scheitern der Gespräche mit der Deutsche-Bank-Tochter dem Vernehmen nach ein Rückschlag. BNP Paribas ist Marktführer im Depotgeschäft in Deutschland, gefolgt von State Street. Mit dem DWS-Mandat für die Depotverwahrung und -verwaltung aktiver Fonds hätte BNP Paribas diesen Vorsprung deutlich ausbauen können.

Die News DWS kassiert Großauftrag an BNP Paribas wurde von dts am 20.01.2019 in der Kategorie Finanzen mit den Stichwörtern Finanzen, Deutschland, Frankreich, Unternehmen, Finanzindustrie abgelegt.

Weitere Meldungen

Schulze legt Pläne für Steuer auf Kohlendioxidausstoß vor

Berlin - Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) plant, in Deutschland eine Abgabe auf den Ausstoß von Kohlendioxid zu verlangen. "Die Idee ist, dass CO2 einen Preis bekommt,

Mehr
Immer mehr Deutsche erledigen Bankgeschäfte per Fingerabdruck

Düsseldorf - Immer mehr Bundesbürger erledigen ihre alltäglichen Bankgeschäfte per Fingerabdruck-Authentifizierung. Das ergab eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und

Mehr
Scheuer-Vorstoß zu Bahn-Tickets stößt in Union auf Widerstand

Berlin - Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) stößt mit seiner Forderung nach Mehrwertsteuer-Rabatt für Bahn-Tickets auf Widerstand aus der Union. "Ich halte nichts

Mehr

Top Meldungen

Tausend Jahre Strom für Deutschlands größte Flughäfen

Der im vergangenen Vierteljahrhundert in Deutschland produzierte Strom aus erneuerbaren Energien reicht theoretisch aus, um die fünf größten Flughäfen 1000 Jahre lang zu

Mehr
Google informiert Android-Nutzer künftig über andere Browser und Suchmaschinen

Der US-Technologiekonzern Google informiert Nutzer seines mobilen Betriebssystems Android in Europa künftig über konkrete Alternativen zum eigenen Browser und der eigenen

Mehr
Pinterest erfolgreich an der New Yorker Börse gestartet

Das Online-Netzwerk Pinterest hat am Donnerstag das Börsenparkett betreten und die Anleger begeistert. Die Mitgründer der Firma, Ben Silbermann und Evan Sharp, läuteten am Morgen

Mehr