Wirtschaft

EU will Wolfsschaden an Schafherden erstatten

  • dts - 16. Januar 2019, 18:25 Uhr
Bild vergrößern: EU will Wolfsschaden an Schafherden erstatten
Schaf
dts

.

Anzeige

Brüssel - Immer öfter greifen Wölfe in Deutschland Schafherden an und reißen Tiere: Die betroffenen Bauern sollen künftig nun zumindest den dadurch entstehenden Schaden vollständig erstattet bekommen. Das wolle die Europäische Kommission mit neuen EU-Regeln sicherstellen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Donnerstagsausgabe) unter Berufung auf Kommissionskreise.

Details will EU-Agrarkommissar Phil Hogan am Donnerstag im Bundestag in Berlin vorstellen. Die Weidetierhalter sollen demnach nicht nur den Schaden zu 100 Prozent erstattet bekommen, der durch das Reißen von Schafen und anderen Tieren durch Wölfe entsteht, sondern auch die Kosten für die Errichtung von Schutzzäunen oder den Kauf spezieller Schutzhunden, berichtet die Zeitung weiter. Dasselbe gelte für Tierarztrechnungen oder die Kosten für die Suche vermisster Tiere nach einem Wolfsangriff. Um die höheren Hilfen zu ermöglichen habe die Europäische Kommission jetzt ihre Beihilferegeln im Agrarsektor überarbeitet, berichtet die Zeitung.

Diese gäben vor, unter welchen Bedingungen die Mitgliedstaaten landwirtschaftlichen Betrieben Finanzhilfen zukommen lassen könnten, ohne den Wettbewerb in der Europäischen Union zu verzerren. Bisher sind die Hilfen für die Landwirte auf maximal 80 Prozent des Schadens begrenzt. Angesichts der wachsenden Schäden, die Wölfe verursachten, sei das zu wenig, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Kommissionskreise. In Deutschland gibt es inzwischen wieder rund tausend Wölfe.


Die News EU will Wolfsschaden an Schafherden erstatten wurde von dts am 16.01.2019 in der Kategorie Wirtschaft mit den Stichwörtern Wirtschaft, Deutschland, EU, Tiere, Unternehmen abgelegt.

Weitere Meldungen

Ifo-Geschäftsklimaindex sinkt weiter

München - Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im Februar auf 98,5 Punkte gefallen. Das teilte das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Mehr
Wirtschaftswachstum gerät ins Stocken

Wiesbaden - Das deutsche Wirtschaftswachstum ist ins Stocken geraten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) blieb im vierten Quartal 2018 preis-, saison- und kalenderbereinigt mit 0,0

Mehr
CDU-Wirtschaftsrat warnt vor zu großen Erwartungen an E-Mobilität

Berlin - Der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger, warnt vor Euphorie und unrealistischen Erwartungen an die Elektromobilität. "In der E-Mobilität das Maß

Mehr

Top Meldungen

Staat erzielt Rekordüberschuss von 58 Milliarden Euro

Wiesbaden - Der deutsche Staat hat im Jahr 2018 einen Finanzierungsüberschuss von 58,0 Milliarden Euro erzielt. Das ist absolut gesehen der höchste Überschuss, den der Staat seit

Mehr
Staat erzielt 2018 Rekordüberschuss von 58 Milliarden Euro

Der Staat hat im vergangenen Jahr dank hoher Steuereinnahmen einen Rekordüberschuss von 58 Milliarden Euro erzielt. Das teilte am Freitag das Statistische Bundesamt in Wiesbaden

Mehr
Kohleausstieg: RWE-Chef schließt Entschädigungsklage nicht aus

Essen - Der RWE-Vorstandsvorsitzende Rolf Martin Schmitz hält sich nach dem vereinbarten Kohleausstieg eine Entschädigungsklage seines Unternehmens gegen den Beschluss offen.

Mehr