Wirtschaft

Bahn-Vize-Aufsichtsratschef kritisiert Politik und Ex-Vorstände

  • dts - 16. Januar 2019, 13:13 Uhr
Bild vergrößern: Bahn-Vize-Aufsichtsratschef kritisiert Politik und Ex-Vorstände
Bahn-Zentrale
dts

.

Anzeige

Berlin - Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bahn und Chef der Eisenbahngewerkschaft EVG, Alexander Kirchner, hat vor dem erneuten Bahn-Krisengipfel im Verkehrsministerium Kritik an der Bundesregierung geübt. "Wir haben einen Koalitionsvertrag, der für die Bahn so gut ist wie keiner zuvor. Aber er ist ein ungedeckter Scheck. Es gibt keine ausreichende finanzielle Unterstützung", sagte Kirchner der Wochenzeitung "Die Zeit".

Die Politik müsse nachsteuern. "Sie hat der Bahn über Jahre zu wenig Geld gegeben und fordert nun eine Verdoppelung des Personenverkehrs bis 2030 und eine Erhöhung des Güterverkehraufkommens."

Das aber sei mit den vorhanden Gleisen und Zügen unmöglich. "Die Verantwortung auf den Bahn-Vorstand zu schieben, reicht mir da nicht", so Kirchner weiter. Auch mit den Vorgängern von Bahnchef Richard Lutz ging Kirchner in der "Zeit" hart ins Gericht. Jeder Bahn-Vorstand habe seine Geschichte erzählt.

"Mehdorn hat den Logistiker Schenker und viele andere Unternehmen gekauft." Als dann Rüdiger Grube kam, habe er verkündet, die Bahn zum Weltmarktführer mit 70 Milliarden Euro Umsatz zu machen. "Damit ist er kläglich gescheitert." Denn: "Heute reden wir darüber, ob die Deutsche Bahn AG nur noch in Deutschland fahren soll. Grubes Nachfolger Richard Lutz ist nun derjenige, der den Wagen an die Wand fährt oder ihn mit einem guten Job rettet. Ende offen."

Die News Bahn-Vize-Aufsichtsratschef kritisiert Politik und Ex-Vorstände wurde von dts am 16.01.2019 in der Kategorie Wirtschaft mit den Stichwörtern Wirtschaft, Deutschland, Unternehmen, Zugverkehr abgelegt.

Weitere Meldungen

Ifo-Geschäftsklimaindex sinkt weiter

München - Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im Februar auf 98,5 Punkte gefallen. Das teilte das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Mehr
Wirtschaftswachstum gerät ins Stocken

Wiesbaden - Das deutsche Wirtschaftswachstum ist ins Stocken geraten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) blieb im vierten Quartal 2018 preis-, saison- und kalenderbereinigt mit 0,0

Mehr
CDU-Wirtschaftsrat warnt vor zu großen Erwartungen an E-Mobilität

Berlin - Der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger, warnt vor Euphorie und unrealistischen Erwartungen an die Elektromobilität. "In der E-Mobilität das Maß

Mehr

Top Meldungen

Staat erzielt Rekordüberschuss von 58 Milliarden Euro

Wiesbaden - Der deutsche Staat hat im Jahr 2018 einen Finanzierungsüberschuss von 58,0 Milliarden Euro erzielt. Das ist absolut gesehen der höchste Überschuss, den der Staat seit

Mehr
Staat erzielt 2018 Rekordüberschuss von 58 Milliarden Euro

Der Staat hat im vergangenen Jahr dank hoher Steuereinnahmen einen Rekordüberschuss von 58 Milliarden Euro erzielt. Das teilte am Freitag das Statistische Bundesamt in Wiesbaden

Mehr
Kohleausstieg: RWE-Chef schließt Entschädigungsklage nicht aus

Essen - Der RWE-Vorstandsvorsitzende Rolf Martin Schmitz hält sich nach dem vereinbarten Kohleausstieg eine Entschädigungsklage seines Unternehmens gegen den Beschluss offen.

Mehr