Wirtschaft

Barley will unerbetene Telefonwerbung wirksamer bekämpfen

  • 13. Januar 2019, 02:54 Uhr
Bild vergrößern: Barley will unerbetene Telefonwerbung wirksamer bekämpfen
Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD)
Bild: AFP

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) will unerbetene Telefonwerbung wirksamer bekämpfen. 'Wir werden Verbraucherinnen und Verbraucher besser vor telefonisch untergeschobenen Verträgen und Kostenfallen schützen', sagte sie der 'Welt am Sonntag'.

Anzeige

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) will unerbetene Telefonwerbung wirksamer bekämpfen. "Wir werden Verbraucherinnen und Verbraucher besser vor telefonisch untergeschobenen Verträgen und Kostenfallen schützen", sagte sie der "Welt am Sonntag". Geplant sei, dass am Telefon abgeschlossene Verträge erst wirksam werden, wenn die Unternehmen sich ihre telefonischen Angebote noch einmal schriftlich haben genehmigen lassen. Dies könne "auch einfach per Mail erfolgen", sagte Barley.

Dabei hat die Ministerin dem Bericht zufolge zunächst den Energiemarkt im Blick. Gerade bei Stromanbietern habe es in der Vergangenheit viele Beschwerden über falsch abgeschlossene Verträge gegeben. "Diese Zustände werden wir durch die Einführung der Bestätigungslösung bei telefonisch abgeschlossenen Strom- und Gasverträgen beenden", versicherte Barley. Einen konkreten Gesetzgebungsvorschlag will ihr Ministerium demnach bis Sommer vorlegen.

Damit reagiert die Bundesjustizministerin auf die erneut gestiegene Zahl an Beschwerden bei der Bundesnetzagentur. Die Behörde verzeichnete dem Bericht zufolge für 2018 alleine bis Ende November 58.000 Beschwerden wegen unerlaubter Telefonwerbung, ein neuer Höchststand. Zwei Jahre zuvor seien es 27.000 gewesen. Von den 58.000 Beschwerden im vergangenen Jahr sei laut Bundesnetzagentur jede Dritte auf unerlaubte Werbung für Produkte von Energieversorgern entfallen, auf den weiteren Plätzen folgten Handyverträge und Versicherungen.

Bei Gewinnspielen gibt es die Bestätigungslösung bereits seit 2013. "Seit Einführung der Bestätigungslösung im Gewinnspielsektor beobachten wir einen Rückgang der Verbraucherbeschwerden zu unerlaubten Werbeanrufen in diesem Bereich", sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, der "WamS". Diese Lösung allein reicht ihm aber noch nicht. Er wolle auch die Dokumentationspflichten von Callcentern verschärfen und die rechtlichen Möglichkeiten seiner Behörde im Kampf gegen unerlaubte Telefonwerbung erweitern, sagte er.

Die News Barley will unerbetene Telefonwerbung wirksamer bekämpfen wurde von AFP am 13.01.2019 in der Kategorie Wirtschaft mit den Stichwörtern D, Verbraucher, Energie abgelegt.

Weitere Meldungen

EuGH prüft Subventionen für BMW-Werk in Leipzig

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) prüft heute (9.30 Uhr) die Höhe der Subventionen für das BMW-Werk in Leipzig. Der Autobauer wendet sich gegen eine Entscheidung der

Mehr
Avocado-Konsum in Europa förmlich explodiert

Der Hunger der Europäer auf Avocados ist groß: Der Konsum der Frucht stieg von 2016 bis 2018 um 65 Prozent auf rund 650.000 Tonnen, wie der Welt-Avocado-Verband (WAO) am Dienstag

Mehr
Süßwarenindustrie spürt Auswirkungen des heißen Dürresommers

Der trockene und heiße Sommer des vergangenen Jahres hat auch bei der Süßwarenindustrie seine Spuren hinterlassen: Er dämpfte den Appetit der Verbraucher auf Schokolade und führte

Mehr

Top Meldungen

Studie: Gebühren für Auslandsüberweisungen steigen

Berlin - Bankkunden, die Geld aus Deutschland in ein Land mit fremder Währung überweisen möchten, müssen dafür laut einer aktuellen Studie immer höhere Gebühren bezahlen. Das ist

Mehr
Außenhandelsverband erwartet bis zu drei Prozent Exportwachstum

Berlin - Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) geht trotz Brexit und Handelskrieg mit verhaltenem Optimismus in das neue Jahr. Der

Mehr
Bericht: Continental wollte Opel-Ingenieure übernehmen

Hannover - Der Autozulieferer Continental hat laut eines Zeitungsberichts im Sommer 2018 versucht, Hunderte Opel-Ingenieure zu sich zu lotsen. Manager des Autozulieferers hätten

Mehr