Politik

Früherer Minister aus Obama-Regierung bewirbt sich um US-Präsidentschaftskandidatur

  • 12. Januar 2019, 21:52 Uhr
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Julián Castro
Bild: AFP

Ein früherer Minister der Regierung von Barack Obama hat sich für die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten beworben: Der 44-jährige Julián Castro verkündete seine Bewerbung vor einer jubelnden Menschenmenge im texanischen San Antonio.

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Ein früherer Minister der Regierung von Barack Obama hat sich für die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten beworben: Der 44-jährige Julián Castro verkündete seine Bewerbung am Samstag vor einer jubelnden Menschenmenge im texanischen San Antonio. Der Nachfahre mexikanischer Einwanderer setzte dabei auf eine Botschaft der Hoffnung und Vielfalt zu einem Zeitpunkt, an dem die USA in erbittertem Streit um Einwanderung und Grenzsicherung liegen.

Der frühere Bürgermeister der zu rund zwei Dritteln von Latinos bewohnten Stadt San Antonio betonte, diese stehe stellvertretend für die Zukunft der USA: "Vielfältig, schnell wachsend, optimistisch." Castro verkündete, Grenzsicherung sei zwar notwendig, doch auf "eine smarte und menschliche Art". Auf keine Falle werde es "uns Sicherheit verschaffen, Kinder in Käfige zu sperren", sagte er in Anspielung auf die Bilder von Einwandererkindern in Lagern, die im vergangenen Jahr um die Welt gegangen waren.

Castro war unter Präsident Obama Wohnungsbauminister und das jüngste Kabinettsmitglied. Er gilt als Nachwuchstalent in den Reihen der Demokraten. Mit seinem Redetalent, seiner Regierungserfahrung und als früherer Bürgermeister der siebtgrößten Stadt der USA sowie seiner Ausstrahlung könnte er sich im Bewerberfeld um die Präsidentschaftskandidatur weit nach vorn schieben.

2012 war Castro der erste Latino, der bei einem Nominierungsparteitag der Demokraten eine Rede hielt. Ein Kandidat mit lateinamerikanischen Wurzeln könnte die große und wachsende Gruppe der Latino-Wähler mobilisieren. Bei der letzten Präsidentschaftswahl 2016 hatten zwei Drittel der Latinos für die Demokratin Hillary Clinton gestimmt.

Vor zwei Wochen hatte die linksgerichtete Senatorin Elizabeth Warren das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokratin eröffnet. Am Freitag hatte eine weitere telegene Demokratin - die 37-jährige Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard aus Hawaii - ihren Hut in den Ring geworfen.

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