Politik

Martin Dulig zum SPD-Spitzenkandidaten in Sachsen gewählt

  • 12. Januar 2019, 13:52 Uhr
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Martin Dulig ist Spitzenkandidat der sächsischen SPD
Bild: AFP

Rund acht Monate vor der Landtagswahl in Sachsen hat die SPD Martin Dulig zu ihrem Spitzenkandidaten gekürt. Der neue Landtag wird am 1. September gewählt. Dabei gehe es um eine 'Richtungswahl', sagte Dulig in einer kämpferischen Rede.

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Rund acht Monate vor der Landtagswahl in Sachsen hat die SPD Martin Dulig zu ihrem Spitzenkandidaten gekürt. Auf einem außerordentlichen Landesparteitag in Dresden erhielt Dulig am Samstag 88,1 Prozent der Stimmen. 111 von 126 Delegierten votierten für den 44-Jährigen, der sich in einer kämpferischen Rede an die Parteimitglieder wandte. In Sachsen wird am 1. September ein neuer Landtag gewählt.

"Wir stehen 2019 vor einer Richtungswahl", sagte Dulig. "Im September entscheiden die Wähler, ob Sachsen durch Stimmenzuwächse bei den National- und Rechtskonservativen unregierbar wird, oder der erfolgreiche Weg der SPD als Regierungspartei fortgeführt werden kann." 

Die Sozialdemokraten regieren in Sachsen seit 2014 gemeinsam mit der CDU. Dulig ist Wirtschaftsminister im Kabinett von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und zugleich Vize-Regierungschef. Der Diplompädagoge und sechsfache Vater ist seit 2007 SPD-Fraktionschef im sächsischen Landtag. Seit 2009 ist er auch Landesvorsitzender. 

In den Umfragen lag die SPD zuletzt bei nur zehn Prozent. Die CDU liegt bei 29 Prozent, dicht gefolgt von der AfD mit 25 Prozent. Die regierende schwarz-rote Koalition hätte im Moment keine Mehrheit mehr, aber auch andere Konstellationen wären derzeit schwierig. Die Grünen kommen in den Umfragen auf neun Prozent, die Linke auf 18 Prozent und die FDP auf sechs Prozent.

Es gehe nun darum, in schwierigen Zeiten "Mut und Leidenschaft" zu zeigen, sagte Dulig. Ein Schlüsselbegriff sei für ihn deshalb "Zuversicht". An diejenigen gewandt, die aus Sachsen "ein Angstland" machen wollten, sage er: "Nicht mit uns." Die SPD verteidige das "anständige Sachsen". Zugleich erwarte er auch, "dass man mit Sachsen anständig umgeht".

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