Wirtschaft

Deutsche Haushalte mussten 2018 weniger heizen

  • 12. Januar 2019, 11:52 Uhr
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Verbraucher mussten 2018 weniger heizen
Bild: AFP

Das vergangene Jahr war das wärmste seit Beginn der deutschlandweiten Aufzeichnungen vor fast 140 Jahren - Verbraucher mussten deshalb weniger heizen als im Jahr zuvor. Davon profitierten allerdings nicht alle Kunden.

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Das vergangene Jahr war das wärmste seit Beginn der deutschlandweiten Aufzeichnungen vor fast 140 Jahren - Verbraucher mussten deshalb weniger heizen als im Jahr zuvor. Der Aufwand von Heizenergie sank 2018 durchschnittlich um rund sechs Prozent, wie das Vergleichsportal Verivox am Samstag mitteilte. Davon profitierten allerdings nicht alle Verbraucher: Während Gaskunden im Schnitt 7,2 Prozent weniger zahlten, stiegen die Ausgaben von Heizölkunden um durchschnittlich 6,5 Prozent an.

Waren Gas- und Ölheizung 2017 noch fast gleich teuer, entwickelten sich die Kosten im vergangenen Jahr deutlich auseinander. Ein Musterhaushalt mit Gasheizung zahlte Verivox zufolge im letzten Jahr durchschnittlich 1016 Euro (2017: 1095 Euro). Für das Heizen mit Öl wurden im Schnitt 1182 Euro (2017: 1110 Euro) fällig. Heizölkunden hatten damit im Durchschnitt rund 170 Euro höhere Kosten.

Die höheren Kosten für Ölkunden lassen sich vor allem auf die Entwicklung der internationalen Rohölpreise zurückführen. Nach einem monatelangen Aufwärtstrend fielen die Preise hier zuletzt allerdings wieder. Bei den Gaspreisen geht es indes aufwärts - für 2019 erwarten Verivox und das Vergleichsportal Check24, dass die Preise für viele Gaskunden deshalb ansteigen. Grund seien gestiegene Beschaffungskosten für die Versorgungsunternehmen.

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