Brennpunkte

Peking bemüht sich in Polen um konsularische Betreuung von Huawei-Mitarbeiter

  • 12. Januar 2019, 11:10 Uhr
Bild vergrößern: Peking bemüht sich in Polen um konsularische Betreuung von Huawei-Mitarbeiter
Logo des Telekommunikationskonzerns Huawei
Bild: AFP

Nach der Festnahme des Huawei-Mitarbeiters Wang Weijing in Polen bemüht sich China um konsularische Unterstützung des Mannes. Wang und ein Pole waren am Dienstag festgenommen worden. Ihnen wird Spionage für China zur Last gelegt.

Anzeige

Nach der Festnahme des Huawei-Mitarbeiters Wang Weijing in Polen wegen Spionageverdachts bemüht sich China den Staatsmedien zufolge um konsularische Unterstützung des Mannes. Peking verfolge den Fall genau und habe einen schnellstmöglichen konsularischen Besuch beantragt, berichtete der staatliche Fernsehsender CCTV am Samstag unter Berufung auf das chinesische Außenministerium. 

Die chinesische Botschaft in Polen forderte Warschau auf, "die legitimen Rechte und Interessen sowie die humanitäre und sichere Behandlung der involvierten Person sicherzustellen".

Wang und ein Pole waren am Dienstag festgenommen worden. Der polnische Geheimdienst wirft beiden vor, "zum Nachteil Polens für den chinesischen Geheimdienst gearbeitet zu haben". Wohnungen und Arbeitsstätten der beiden Verdächtigen wurden durchsucht.

Anfang Dezember war die Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou in Kanada festgenommen worden. Inzwischen wurde sie gegen Zahlung einer Kaution unter strengen Auflagen freigelassen. Das Verfahren zu ihrer Auslieferung an die USA läuft. Washington wirft der Unternehmerin Verstöße gegen die Iran-Sanktionen vor und fordert ihre Auslieferung.

Der chinesische Konzern Huawei ist einer der weltweit größten Telekommunikationsausrüster. In mehreren Ländern wird dem Unternehmen allerdings eine zu große Nähe zu den Behörden in Peking vorgeworfen. Die USA drängen Berichten zufolge ihre Verbündeten aufgrund von Sorgen um die Cybersicherheit dazu, Huawei-Technik nicht zu verwenden. Telekommunikationskonzerne in mehreren Ländern, darunter Großbritannien, Japan und Australien, verzichten auf Huawei-Technik beim Aufbau der neuen 5G-Mobilfunknetze.

bt/jep

Die News Peking bemüht sich in Polen um konsularische Betreuung von Huawei-Mitarbeiter wurde von AFP am 12.01.2019 in der Kategorie Brennpunkte mit den Stichwörtern China, Polen, Kanada, USA, Geheimdienste, Justiz, Unternehmen abgelegt.

Weitere Meldungen

Bericht: Oberste Gerichte in Ostdeutschland von Wessis geleitet

Berlin - Die 25 Präsidentinnen und Präsidenten der obersten Gerichte in Ostdeutschland sind auch fast 30 Jahre nach dem Fall der Mauer ausschließlich Westdeutsche. Das ist das

Mehr
Seehofer stellt Asylzahlen für 2018 und Migrationsbericht vor

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) stellt heute (11.00 Uhr) die Asylzahlen für 2018 und den Migrationsbericht der Bundesregierung vor. Bis Ende November vergangenen Jahres

Mehr
Maas trifft US-Außenminister Pompeo in Washington

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) fliegt heute in die USA. Auf seiner ersten Station in der Hauptstadt Washington will Maas mit US-Außenminister Mike Pompeo sprechen. Dabei

Mehr

Top Meldungen

Studie: Gebühren für Auslandsüberweisungen steigen

Berlin - Bankkunden, die Geld aus Deutschland in ein Land mit fremder Währung überweisen möchten, müssen dafür laut einer aktuellen Studie immer höhere Gebühren bezahlen. Das ist

Mehr
Außenhandelsverband erwartet bis zu drei Prozent Exportwachstum

Berlin - Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) geht trotz Brexit und Handelskrieg mit verhaltenem Optimismus in das neue Jahr. Der

Mehr
Bericht: Continental wollte Opel-Ingenieure übernehmen

Hannover - Der Autozulieferer Continental hat laut eines Zeitungsberichts im Sommer 2018 versucht, Hunderte Opel-Ingenieure zu sich zu lotsen. Manager des Autozulieferers hätten

Mehr