Brennpunkte

Ermittlungen gegen AfD-Abgeordneten Magnitz wegen Untreue

  • 11. Januar 2019, 23:46 Uhr
Bild vergrößern: Ermittlungen gegen AfD-Abgeordneten Magnitz wegen Untreue
AfD-Politiker Frank Magnitz
Bild: AFP

Gegen den Bremer AfD-Landeschef und Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz wird wegen des Verdachts der Untreue ermittelt. Das bestätigte Magnitz am Freitag der Sendung 'buten un binnen' von Radio Bremen. Er wies die Vorwürfe zurück.

Anzeige

Gegen den Bremer AfD-Landeschef und Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz wird wegen des Verdachts der Untreue ermittelt. Das bestätigte Magnitz am Freitag der Sendung "buten un binnen" von Radio Bremen. Seine Immunität als Abgeordneter sei bereits kurz vor Weihnachten aufgehoben worden. Magnitz wies die Vorwürfe gegenüber Radio Bremen zurück und sagte, er vermute, dass innerparteiliche Quertreiber hinter den Vorwürfen steckten.

Konkret geht es dem Bericht zufolge um zwei privaten Überweisungen, die Magnitz in seiner Funktion als AfD-Landesvorsitzender mit Parteigeldern getätigt haben soll. Laut Magnitz seien dies allerdings Ausgaben für die Partei gewesen. Er habe zwei Rechnungen beglichen, die im Zuge der Neuauszählungen der Stimmen zur vergangenen Bürgerschaftswahl gestellt wurden. 

Die AfD hatte dem Bericht zufolge die Neuauszählung beantragt und die Kosten für die Beaufsichtigung der Auszählung durch die Stadt Bremerhaven tragen müssen. Die Rechnungen seien an den stellvertretenden Landesvorsitzenden Thomas Jürgewitz gegangen, Magnitz habe sie bezahlt.

Der Magistrat der Stadt Bremerhaven habe die Rechnungsanschrift nicht ändern wollen, sagte Magnitz laut Radio Bremen. Er habe allerdings die schriftliche Bestätigung des Magistrats, dass mit dem Geld nur Parteiauslagen gezahlt worden sind. "An den Vorwürfen ist nichts dran", sagte Magnitz gegenüber buten un binnen.

Magnitz vermutet dem Bericht zufolge Querelen in den Reihen seiner Partei als Grund für die Strafanzeige. Es gebe "eine Handvoll von Leuten" in der Bremer AfD, die "querschießt", sagte der AfD-Politiker in dem Bericht. Die Anzeige entspreche "der Handschrift dieser Leute". Das Ziel sei die Aufhebung seiner Immunität gewesen.

Am Montagabend war Magnitz durch eine Attacke von drei Unbekannten auf offener Straße verletzt worden. Die Polizei ermittelt daher wegen gefährlicher Körperverletzung. Der Angriff auf Magnitz hatte parteiübergreifend für Empörung gesorgt und Warnungen vor einer zunehmenden Spaltung der Gesellschaft laut werden lassen.

Die News Ermittlungen gegen AfD-Abgeordneten Magnitz wegen Untreue wurde von AFP am 11.01.2019 in der Kategorie Brennpunkte mit den Stichwörtern D, Bremen, Parteien, AfD, Justiz abgelegt.

Weitere Meldungen

Aufgeheizte Stimmung vor Anti-Maduro-Protesten in Venezuela

Vor den geplanten Massenprotesten von Regierungsgegnern in Venezuela hat sich auch der Konflikt zwischen der Führung in Caracas und den USA zugespitzt. Der linksnationalistische

Mehr
Bericht: Oberste Gerichte in Ostdeutschland von Wessis geleitet

Berlin - Die 25 Präsidentinnen und Präsidenten der obersten Gerichte in Ostdeutschland sind auch fast 30 Jahre nach dem Fall der Mauer ausschließlich Westdeutsche. Das ist das

Mehr
Seehofer stellt Asylzahlen für 2018 und Migrationsbericht vor

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) stellt heute (11.00 Uhr) die Asylzahlen für 2018 und den Migrationsbericht der Bundesregierung vor. Bis Ende November vergangenen Jahres

Mehr

Top Meldungen

Studie: Gebühren für Auslandsüberweisungen steigen

Berlin - Bankkunden, die Geld aus Deutschland in ein Land mit fremder Währung überweisen möchten, müssen dafür laut einer aktuellen Studie immer höhere Gebühren bezahlen. Das ist

Mehr
Außenhandelsverband erwartet bis zu drei Prozent Exportwachstum

Berlin - Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) geht trotz Brexit und Handelskrieg mit verhaltenem Optimismus in das neue Jahr. Der

Mehr
Bericht: Continental wollte Opel-Ingenieure übernehmen

Hannover - Der Autozulieferer Continental hat laut eines Zeitungsberichts im Sommer 2018 versucht, Hunderte Opel-Ingenieure zu sich zu lotsen. Manager des Autozulieferers hätten

Mehr