Brennpunkte

Italienischer Autobahn-Betreiber nach tödlichem Busunglück freigesprochen

  • 11. Januar 2019, 13:38 Uhr
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Autostrade-Chef Castellucci
Bild: AFP

Ein italienisches Gericht hat den Chef des Autobahn-Betreibers Autostrade per l'Italia am Freitag vom Vorwurf freigesprochen, für ein Busunglück mit 40 Todesopfern im Jahr 2013 verantwortlich zu sein.

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Ein italienisches Gericht hat den Chef des Autobahn-Betreibers Autostrade per l'Italia am Freitag vom Vorwurf freigesprochen, für ein Busunglück mit 40 Todesopfern im Jahr 2013 verantwortlich zu sein. Die Anklage hatte Autostrade-Chef Giovanni Castellucci vorgeworfen, nicht für eine ausreichende Wartung einer durch Tausalz korrodierten Leitplanke gesorgt und damit den Unfall mit verursacht zu haben.

"Schande! Das ist keine Gerechtigkeit!" riefen Angehörige der Opfer laut Medienberichten bei der Urteilsverkündung im süditalienischen Avellino. Der mit rund 50 Menschen besetzte Reisebus hatte mehrere Autos gerammt, nachdem er in einer Kurve nicht gebremst hatte. Anschließend durchbrach er die Beton-Leitplanke und stürzte von einer Brücke 30 Meter in die Tiefe.

Seit dem Einsturz einer Autobahnbrücke in Genua im vergangenen August steht Autostrade unter großem Druck. Bei dem Unglück waren 43 Menschen ums Leben gekommen. Gegen Castellucci wird wegen des Brückeneinsturzes ermittelt.

Die News Italienischer Autobahn-Betreiber nach tödlichem Busunglück freigesprochen wurde von AFP am 11.01.2019 in der Kategorie Brennpunkte mit den Stichwörtern Italien, Unglücke, Verkehr, Justiz abgelegt.

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