Wirtschaft

Bundesregierung reagiert mit Bedauern auf neue CO2-Grenzwerte für Neuwagen

  • 18. Dezember 2018, 12:41 Uhr
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EU einigt sich auf strengere CO2-Grenzwerte für Neuwagen
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Die Bundesregierung hat mit Bedauern auf die Einigung auf neue CO2-Grenzwerte auf EU-Ebene reagiert. 'Wir hätten uns sicherlich etwas anderes gewünscht', sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Verkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU).

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Die Bundesregierung hat mit Bedauern auf die Einigung auf neue CO2-Grenzwerte auf EU-Ebene reagiert. "Wir hätten uns sicherlich etwas anderes gewünscht", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Verkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), am Dienstag im Deutschlandfunk. "Aber so ist nun mal die Vorgabe der Europäischen Union." 

Die Regierung werde den Beschluss nun "genau auswerten, genau wie die Automobilwirtschaft das auch tun wird", sagte Ferlemann weiter. "Wir werden dann sehen, wie wir das umsetzen können."

"In der Perspektive in jedem Fall müssen wir so oder so los vom Öl", sagte der Staatssekretär im Deutschlandfunk. Das bedeute, dass Deutschland "jetzt noch stärker denn je" in die Elektromobilität einsteigen müsse und vor allem in die Wasserstoffwirtschaft.

"Wir werden viel mehr Autos mit Wasserstoffantrieben fahren, also mit Brennstoffzelle, als wir das vielleicht vor wenigen Jahren noch für möglich gehalten haben", sagte Ferlemann. Dazu müsse die gesamte Automobilwirtschaft umgestellt werden. Wenn dies gelinge und die Unternehmen "dort an der Spitze laufen, dann hat die deutsche Automobilwirtschaft auch große Chancen, weiterhin Weltmarktführer zu bleiben".

Die EU-Institutionen hatten sich am Montagabend auf die neuen CO2-Grenzwerte für Autos geeinigt. Die Emissionen von Neuwagen sollen bis 2030 um 37,5 Prozent im Vergleich zu den Werten von 2021 sinken. Die Bundesregierung und die EU-Kommission hatten ursprünglich eine Reduzierung der CO2-Emissionen von Autos um 30 Prozent vorgeschlagen. 

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