Politik

US-Verleger Pecker gibt Wahlkampfhilfe für Trump zu

  • 12. Dezember 2018, 23:32 Uhr
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Trump (l.) und das Ex-"Playboy"-Model McDougal
Bild: AFP

Der US-Medienunternehmer Pecker hat zugegeben, Donald Trump im Wahlkampf 2016 mit der Abwicklung einer Schweigegeldzahlung an eine angebliche frühere Sexpartnerin des Präsidenten geholfen zu haben. Peckers Unternehmen AMI zahlte 150.000 Dollar an das frühere 'Playboy'-Model Karen McDougal.

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Der US-Medienunternehmer David Pecker hat zugegeben, Donald Trump im Wahlkampf 2016 mit der Abwicklung einer Schweigegeldzahlung an eine angebliche frühere Sexpartnerin geholfen zu haben. Pecker, ein langjähriger Freund des US-Präsidenten, machte das Eingeständnis im Rahmen einer Vereinbarung mit New Yorker Bundesanwälten, wie die Ermittler am Mittwoch mitteilten. Im Gegenzug gewährten sie ihm Schutz vor Strafverfolgung.

Die Abmachung zwischen dem Verleger des US-Skandalblatts "National Enquirer" und den Bundesanwälten wurde bereits Ende September getroffen. Sie wurde jetzt zeitgleich zur Verhängung einer dreijährigen Haftstrafe für Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen bekanntgegeben. 

Cohen hatte die von Peckers Medienunternehmen American Media Inc. (AMI) getätigte Zahlung von 150.000 Dollar (nach heutigem Wert: 132.000 Euro) an das frühere "Playboy"-Model Karen McDougal eingefädelt. Ein weiteres Schweigegeld in Höhe von 130.000 Dollar an die Pornodarstellerin Stormy Daniels zahlte er selbst. 

Schweigegelder sind zwar per se nicht illegal. In den Fällen von Stormy Daniels und McDougal werden sie von den Ermittlern aber als illegale Wahlkampfspenden gewertet - da es nach ihrer Erkenntnis das Ziel war, per Unterdrückung der Sexgeschichten Schaden von der Trump-Kampagne abzuwenden. 

Nach Angaben der Strafverfolger gab Cohen zu, die Zahlungen "in Koordination mit und im Auftrag" Trumps arrangiert zu haben - womit er den Präsidenten mit dem von den Ermittlern konstatierten Gesetzesbruch in direkte Verbindung brachte.

AMI kaufte McDougal die Exklusivrechte an ihrer Geschichte nach Angaben der Bundesanwälte "in Absprache" mit Trumps Wahlkampfteam ab. Dabei hatte das Unternehmen den Ermittlerin zufolge niemals die Absicht, die Geschichte zu veröffentlichen.

Die Strafverfolger erklärten, dass AMI bei den Ermittlungen "substanzielle und wichtige Hilfe" geleistet habe und weiterhin kooperieren wolle. 

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