Lifestyle

Länder einigen sich auf Staatsvertrag für Vergabe von Medizinstudienplätzen

  • 6. Dezember 2018, 16:37 Uhr
Bild vergrößern: Länder einigen sich auf Staatsvertrag für Vergabe von Medizinstudienplätzen
Medizinstudenten bei einer Vorlesung
Bild: AFP

Die Kultusminister der Länder haben sich auf Details der Neuregelung der zentralen Studienplatzvergabe in medizinischen Fächern geeinigt. 30 Prozent der Plätze sollen demnach künftig an die Bewerber mit den jeweils besten Abiturnoten gehen.

Anzeige

Die Kultusminister der Länder haben sich auf Details der Neuregelung der zentralen Studienplatzvergabe in medizinischen und pharmazeutischen Fächern geeinigt. Wie die Kultusministerkonferenz (KMK) am Donnerstag mitteilte, sollen dem Entwurf für den entsprechenden Staatsvertrag der Länder zufolge künftig 30 Prozent der Studienplätze für Human-, Zahn- und Tiermedizin sowie Pharmazie an die Bewerber mit den jeweils besten Abiturnoten vergeben werden.

Länderspezifische Unterschiede bei den Abiturnoten werden durch sogenannte Prozentrangverfahren und Landesquoten ausgeglichen, wie die KMK nach ihrer Sitzung in Berlin mitteilte. Zehn Prozent der Studienplätze in den vier Fächern gehen nach einer sogenannten zusätzlichen Eignungsquote nach notenunabhängigen Kriterien an Bewerber. Dabei wird in gewissem Umfang die Wartezeit beachtet.

60 Prozent der Studienplätze werden dezentral von den Hochschulen vergeben. Der nun vorlegte Entwurf des Staatsvertrags enthält dafür einen Katalog an Kriterien. Diese orientieren sich zum Teil an der Abiturnote, zum Teil nicht. Ein Facheignungstest ist obligatorisch.

Die Neuregelung des Vergabeverfahrens war nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts nötig geworden. Der Staatsvertrag muss nun zwischen den Ländern vereinbart werden. Bisher handelt es sich um einen Entwurf.

Bereits im Juni hatten die Kultusminister Eckpunkte für die Reform vorgelegt. Davon weicht der nun vorgelegte Vertragsentwurf aber teilweise ab. So wurde die Abiturbestenquote von 20 Prozent auf 30 Prozent erhöht.

Damit werde auf die "vielfachen wissenschaftlichen Erkenntnisse" reagiert, denen zufolge der allgemeinen Abiturnote "eine hohe Prognosekraft für den Studienerfolg" zukomme. Sie gebe Aufschluss allgemeine kognitive Fähigkeiten und Kompetenzen wie Fleiß.

Die News Länder einigen sich auf Staatsvertrag für Vergabe von Medizinstudienplätzen wurde von AFP am 06.12.2018 in der Kategorie Lifestyle mit den Stichwörtern D, Länder, Bildung, Hochschulen abgelegt.

Weitere Meldungen

Seehofer erinnert an CSU-Mitspracherecht bei Kanzlerkandidatur

Berlin - Der scheidende CSU-Vorsitzende Horst Seehofer hat deutlich gemacht, dass die CSU auch unter seinem vermutlichen Nachfolger, dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus

Mehr
Sprachwissenschaftlerin: Trump schafft "eine Atmosphäre des Hasses"

Mannheim - Die Mannheimer Sprachwissenschaftlerin Heidrun Kämper hat US-Präsident Donald Trump vorgeworfen, er würde mit seiner Rhetorik "eine Atmosphäre des Hasses" schaffen.

Mehr
Von der Leyen offen für Paritätsgesetz

Berlin - Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) zeigt sich offen für ein Paritätsgesetz für eine stärkere Vertretung von Frauen in der Politik. "Das ist ein

Mehr

Top Meldungen

Bericht: Bayern verklagt Volkswagen auf Schadensersatz

München - Bayern verklagt laut eines Zeitungsberichts den Volkswagen-Konzern im Zuge des Abgasskandals auf Schadenersatz. Im Fuhrpark Bayerns seien etwa 1.000 VW-Fahrzeuge vom

Mehr
Renault Gruppe legt deutlich zu


Die positive Situation von Renault in Deutschland lässt sich auch auf das Gesamtunternehmen übertragen. Die Renault Gruppe meldet jetzt den Verkauf von weltweit 3,9

Mehr
CSU will Rezession mit Soli-Abbau verhindern

Berlin - Die CSU will eine Rezession in Deutschland mit einem Komplett-Abbau des Solidaritätszuschlags verhindern. "Steuerliche Entlastungen können nicht mehr weiter in die

Mehr