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Test VW Beetle Final Edition: Ende einer Ära

  • 5. Dezember 2018, 00:05 Uhr
Bildergalerie: Test VW Beetle Final Edition: Ende einer Ära
VW Beetle Final Edition. Foto: Auto-Medienportal.Net/Volkswagen

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In der Ära Piëch ist Volkswagen zum Premium-Hersteller avanciert. Es gibt viele eindrucksvolle VW-Typen, die damals entstanden sind; das rundum sympathischste unter ihnen ist der Beetle, 1997 präsentiert und 2011 neu aufgelegt. In Deutschland wurde er bereits aus dem Programm gestrichen, in China und den USA ist er noch zu bekommen. Aber seine Tage sind gezählt, und zum Abschied legt VW in den USA jetzt eine ,,Final Edition" auf. Wir sind sie in Kalifornien noch einmal gefahren.

Es gibt die Final Edition in zwei Ausstattungsvarianten, die bizarrerweise - als handele es sich um eine alte S-Klasse - auf die Bezeichnung SE und SEL hören. Schon von außen spricht die Final Edition das Gemüt an: Die Sonderfarben Stonewashed Blue und Safari sind nostalgisch angehaucht, das Felgendesign ist klassisch. Leider sind die einstigen R-Line-Anbauteile irgendwann in die Serie übernommen worden, und so trägt auch die Final Edition einen pseudosportlichen Vorbau mit eckigen Lufteinlässen vor sich her, der zur freundlich gezeichneten Karosserie passt wie die Faust aufs Auge - nämlich überhaupt nicht.

Dafür ist das Interieur aufgewertet worden, und zwar mit liebevoll gearbeiteten Kunstledersitzen im SE bzw. Ledersitzen im SEL und einem hellen Armaturenbrett. Es verfügt über zwei Handschuhfächer, von denen VW das obere als ,,Käferfach" bezeichnet. In beiden Versionen verfügt das Coupé über ein elektrisches Panoramadach, das sich leider nicht besonders weit nach hinten fahren lässt. Es gibt den Beetle alternativ auch als Cabriolet; sein Stoffdach ist komplett versenkbar, die Scheiben verschwinden vollständig.

Für angemessenen Vortrieb sorgt in jedem Fall ein 180 PS (132 kW) starker 2,0-Liter-Turbomotor, der ausschließlich an eine Sechs-Gang-Automatik gekoppelt ist und so leise wie elastisch zur Sache kommt. Soweit, den Kunden selber schalten und kuppeln zu lassen, geht die Nostalgie in der Final Edition übrigens nicht mehr: Die Handschalter sind gestrichen.

Das Fahrwerk ist nach wie vor über jeden Zweifel erhaben, auch wenn der Beetle noch auf der alten PQ35-Architektur aufbaut. Sie ist fahrdynamisch noch völlig auf der Höhe der Zeit, die ersten Defizite machen sich eher bei Telematik und Assistenzsystemen bemerkbar: In diesen Bereichen, die wir den automobilen Sekundärtugenden zuordnen möchten, wird von der neueren MQB-Architektur, auf der beispielsweise der aktuelle Golf aufbaut, mehr geboten.

Doch das stört am Steuer des Beetle überhaupt nicht. Obwohl seine Längs- und Querdynamik beachtlich sind, möchte man mit ihm am liebsten entspannt dahinrollen, Eindrücke sammeln und Stadt und Land mit allen Sinnen genießen. Die weichen Formen und die sorgfältig ausgesuchten Materialien können den Fahrgenuss dabei nur steigern.

Sie weisen auf eine stolze Vergangenheit hin - nicht nur auf die Ära Piëch, sondern auf die Geschichte des Käfers insgesamt, die eine Geschichte des Aufstiegs, der Ambition und der international großen Erfolge ist.

Mit der Final Edition des VW Beetle geht sie jetzt zu Ende. (ampnet/jm)

Die News Test VW Beetle Final Edition: Ende einer Ära wurde von Jens Meiners, cen/ampnet am 05.12.2018 in der Kategorie Motor mit den Stichwörtern VW Beetle Final Edition abgelegt.

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