Technologie

Altmaier will Deutschland und EU als Standorte für Batteriezellfertigung stärken

  • 13. November 2018, 16:54 Uhr
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Elektroauto an einer Ladestation
Bild: AFP

Deutschland und die EU sollen bei der Fertigung von Batterien für Elektroautos nicht den Anschluss verlieren - das ist das Ziel von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

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Deutschland und die EU sollen bei der Fertigung von Batterien für Elektroautos nicht den Anschluss verlieren - das ist das Ziel von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Zur Stärkung des Projekts stehe im Haushalt seines Ministeriums eine Milliarde Euro zur Verfügung, sagte Altmaier am Dienstag. "Es ist wichtig, dass wir in diesem Bereich um die Marktführerschaft kämpfen." Ziel sei, bis 2030 rund 30 Prozent der weltweiten Nachfrage nach Batteriezellen aus deutscher und europäischer Produktion zu beliefern.

Der weltweite Bedarf an mobilen und stationären Stromspeichern werde sich in den kommenden elf Jahren mehr als verzehnfachen, sagte Altmaier auf einer Konferenz zur Elektromobilität in Berlin. Damit sei die Batterietechnologie eine Schlüsseltechnologie, die "unentbehrlich sein wird" und eine große Zahl von Arbeitsplätzen verspreche.

Schon zuvor hatte Altmaier stets betont, dass die Elektromobilität ein bedeutender Faktor für die Mobilität der Zukunft sei. Ein großer Teil der Wertschöpfung liegt dabei in der Batteriefertigung, die bislang allerdings vor allem von Herstellern außerhalb Europas dominiert wird.

"Wir werden den Wettlauf um die allerbilligsten Batterien möglicherweise nicht gewinnen", sagte der Minister mit Blick auf die ausländische Konkurrenz. Der Wettlauf um die besten Batterien hingegen sei noch offen und Deutschland nehme diese Herausforderung an. Bis 2021 werde das Wirtschaftsministerium für die Förderung der Batteriezellproduktion in Europa eine Milliarde Euro zur Verfügung stellen. Gefördert würden Unternehmen aus Deutschland, die mit europäischen Partnern kooperieren.

Derzeit werde bereits "mit Hochdruck an Geschäftsmodellen" gearbeitet, führte Altmaier aus. Es gebe Gespräche mit konkreten Unternehmen, sobald Ergebnisse vorlägen, werde über Fördermöglichkeiten und Standorte für die Batteriezellproduktion entschieden.

Die SPD unterstützt die Pläne und zeigte sich "zufrieden", dass die Regierung eine "erhebliche Anschubfinanzierung" zur Verfügung stelle. "Wir müssen die Technologieführerschaft bei den klimaneutralen Antrieben der Zukunft übernehmen und dürfen uns nicht vollständig von asiatischen Herstellern abhängig machen", erklärte der Politiker Bernd Westphal.

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter begrüßte die Pläne ebenfalls, warnte aber vor einer "Symbolpolitik". Der Schwerpunkt müsse auch darauf liegen, die Ökobilanz der Batterieproduktion zu verbessern und daran zu arbeiten, dass Batterien "sowohl leichter recycelbar sind als auch fairer produziert werden".

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