Brennpunkte

Verteidigungsministerium in Berater-Affäre frühzeitig gewarnt

  • 11. November 2018, 01:11 Uhr
Bild vergrößern: Verteidigungsministerium in Berater-Affäre frühzeitig gewarnt
Verteidigungsministerium
dts

.

Anzeige

Berlin - In der Affäre um Millionen-Aufträge an externe Berater ist das Verteidigungsministerium laut eines Berichts der "Bild am Sonntag" deutlich früher als bisher bekannt auf Unregelmäßigkeiten hingewiesen worden. Demnach hatte das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) in Koblenz seit Frühjahr 2017 Kritik an einem 390 Millionen Euro schweren Rahmenvertrag der Bundeswehr-IT-Firma BWI geübt.

Wie mit dem Vorgang betraute Personen gegenüber "Bild am Sonntag" berichten, monierte das BAAINBw dabei nicht nur die ungewöhnlich hohe Summe. Weil auch das Koblenzer Amt solche Verträge abgeschlossen hatte, gebe es Doppelstrukturen und die Vergabepraxis sei schlicht intransparent. Auf Anfrage erklärte ein Ministeriumssprecher, dass derartige Hinweise dem Verteidigungsministerium nicht bekannt seien. Offen bleibt damit, warum das Ministerium dann im März 2018 überhaupt alle Beratungs- und Unterstützungsleistungen aus 2017 untersuchen ließ.

Angeblich habe dies der "Optimierung des abteilungsübergreifenden Informationsmanagements" gedient, so das Ministerium. Insider sagen dagegen, dies sei Folge der Kritik des BAAINBw gewesen.

Die News Verteidigungsministerium in Berater-Affäre frühzeitig gewarnt wurde von dts am 11.11.2018 in der Kategorie Brennpunkte mit den Stichwörtern Politik, Deutschland, Militär abgelegt.

Weitere Meldungen

Demokraten wollen neue Vorwürfe gegen Trump in der Russland-Affäre prüfen

Die oppositionellen Demokraten in den USA wollen einen Bericht mit neuen schweren Vorwürfen gegen US-Präsident Donald Trump prüfen. "Wir werden alles tun, was nötig ist, um

Mehr
Verwirrter Mann legt für 90 Minuten Bahnverkehr auf Strecke im Havelland lahm

Ein offenbar verwirrter Mann hat am Freitagmorgen auf einer Bahnstrecke im Havelland bei Berlin eine 90-minütige Gleissperrung verursacht. Der 66-Jährige irrte stundenlang ohne

Mehr
Ex-Präsident der Elfenbeinküste bleibt noch bis mindestens 1. Februar in Haft

Der ehemalige Präsident der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, bleibt noch bis mindestens 1. Februar im Gefängnis. Das teilte der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) am Freitag

Mehr

Top Meldungen

Bericht: Bayern verklagt Volkswagen auf Schadensersatz

München - Bayern verklagt laut eines Zeitungsberichts den Volkswagen-Konzern im Zuge des Abgasskandals auf Schadenersatz. Im Fuhrpark Bayerns seien etwa 1.000 VW-Fahrzeuge vom

Mehr
Renault Gruppe legt deutlich zu


Die positive Situation von Renault in Deutschland lässt sich auch auf das Gesamtunternehmen übertragen. Die Renault Gruppe meldet jetzt den Verkauf von weltweit 3,9

Mehr
CSU will Rezession mit Soli-Abbau verhindern

Berlin - Die CSU will eine Rezession in Deutschland mit einem Komplett-Abbau des Solidaritätszuschlags verhindern. "Steuerliche Entlastungen können nicht mehr weiter in die

Mehr