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Wirtschaft fürchtet um Attraktivität für ausländische Fachkräfte

  • 9. November 2018, 09:07 Uhr
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Proteste in Chemnitz am 30.08.2018
dts

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Berlin - In der Wirtschaft ist die Sorge vor einer nachlassenden Attraktivität des Standorts Deutschland für ausländische Fachkräfte groß. Jedes zweite Unternehmen (50 Prozent) rechnet damit, dass es durch aktuelle Auseinandersetzungen wie in Chemnitz Probleme geben wird, qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland zu gewinnen.

Das ist das Ergebnis einer Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 855 Personalverantwortlichen in Unternehmen ab 3 Mitarbeitern in Deutschland. Demnach sieht der Großteil die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte ausdrücklich positiv. Sechs von zehn (60 Prozent) halten Zuwanderung für dringend nötig, um Wohlstand und Wirtschaftswachstum in Deutschland zu erhalten. Zudem sehen die meisten Unternehmen darin ein probates Mittel gegen den weitverbreiteten Fachkräftemangel.

Neun von zehn (90 Prozent) sprechen sich dafür aus, dass die Zuwanderung von gefragten nicht-akademischen Berufen wie Pflegern oder Handwerkern gezielt gefördert werden sollte. Und 84 Prozent sehen diesen Bedarf auch bei akademischen Berufen wie IT-Spezialisten oder Ärzten. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (54 Prozent) meint, dass Deutschland bei der Gewinnung qualifizierter Fachkräfte aus Drittstaaten außerhalb der Europäischen Union deutlich erfolgreicher werden muss. Bei der Ausgestaltung des Gesetzes befürwortet die große Mehrheit der Unternehmen (92 Prozent), dass ausländische Fachkräfte zwingend Deutschkenntnisse nachweisen müssen, um in Deutschland arbeiten zu dürfen.

Sieben von zehn (72 Prozent) sind dafür, ausländischen Bewerbern den Zugang zur Berufsausbildung zu erleichtern, um der wachsenden Zahl offener Ausbildungsplätze zu begegnen. Jeweils rund jedes zweite Unternehmen fordert eine vereinfachte und beschleunigte Anerkennung ausländischer Abschlüsse (49 Prozent) beziehungsweise eine erleichterte Zuwanderung von Fachkräften aus Drittstaaten außerhalb der EU (47 Prozent). Viele Unternehmen setzen sich auch für gelockerte Ansprüche an den Qualifikationsnachweis ein: 39 Prozent sind dafür, dass nicht erst staatlich geprüft werden sollte, ob eine entsprechende Qualifikation vorliegt, wenn ein Unternehmen einen ausländischen Bewerber einstellen möchte. Ebenfalls 39 Prozent sagen, bei IT-Fachkräften sollte die Prüfung von berufspraktischen Kenntnissen oder Zertifikation für eine Arbeitserlaubnis genügen.

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