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Zentralratspräsident fürchtet neuen Antisemitismus

  • 9. November 2018, 05:00 Uhr
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Berlin - Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, warnt vor einer "besorgniserregenden Entwicklung" angesichts eines neu aufflammenden Antisemitismus in Deutschland. "Die AfD leistet deutlich einer Enthemmung Vorschub und duldet Antisemitismus und Rassismus in ihren eigenen Reihen", sagte Schuster der "Passauer Neuen Presse" (Freitagsausgabe).

Auch AfD-Parteichef Alexander Gauland setze mit völlig inakzeptablen Äußerungen immer wieder entsprechende Signale. "Es wurden Rote Linien verschoben", kritisierte Schuster. Man traue sich heute wieder Dinge zu sagen, die man sich vor zehn oder 15 Jahren noch nicht getraut habe. Diesen Aussagen habe die AfD mit Formulierungen wie "Denkmal der Schande" und "erinnerungspolitische Wende um 180 Grad" den Weg bereitet. Nun gelte es, "diese Linien wieder zurück zu verschieben". Der Zentralratspräsident sieht es als "Aufgabe aller demokratischen Parteien, in allen Gremien und Parlamenten der AfD entgegenzutreten". Er erwarte von allen anderen politischen Kräften unabhängig ihrer parteipolitischen Ausrichtung, dass sie "sich gemeinsam klar gegen die AfD und ihre Positionen und Äußerungen stellen". Das Gedenken an die Reichspogromnacht am 9. November ist für Schuster "keine starre Routine", sondern "sehr lebendiges Gedenken von politisch Verantwortlichen, von religiösen Vertretern und von vielen Bürgern".

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