Brennpunkte

Siebtes Todesopfer nach Hauseinstürzen in Marseille gefunden

  • 8. November 2018, 21:04 Uhr
Bild vergrößern: Siebtes Todesopfer nach Hauseinstürzen in Marseille gefunden
Blick auf die Einsturzstelle in der Rue d'Aubagne
Bild: AFP

Nach den Hauseinstürzen in Marseille haben Rettungskräfte am Donnerstag ein siebtes Todesopfer aus den Trümmern geborgen. Damit kamen nach offiziellen Angaben fünf Männer und zwei Frauen bei dem Unglück ums Leben.

Anzeige

Nach den Hauseinstürzen in Marseille haben Rettungskräfte am Donnerstag ein siebtes Todesopfer aus den Trümmern geborgen. Damit kamen nach offiziellen Angaben fünf Männer und zwei Frauen bei dem Unglück vom Montag ums Leben. Ein Mensch wurde weiter unter den Trümmern vermutet.

Die Bergungskräfte kamen bei ihrer Suche nach den Opfern nur langsam voran: Sie mussten äußerst vorsichtig die Trümmer abtragen, weil angrenzende Häuser einzustürzen drohten. Am Mittwoch waren die Sucharbeiten unterbrochen worden, um zwei Nachbarhäuser abzureißen. 

Die drei alten Häuser im Zentrum der französischen Hafenstadt waren am Montag eingestürzt. Die Ursache war unklar. Während Anwohner vom schlechten Zustand der Gebäude berichteten und den Behörden Nachlässigkeit bei der Überprüfung der Sicherheit vorwarfen, sieht die Stadtverwaltung einen möglichen Zusammenhang des Einsturzes mit heftigen Regenfällen.

In Marseille leben nach einem Gutachten von 2015 rund 100.000 Menschen in Unterkünften, die ihre Gesundheit oder sogar ihre Sicherheit gefährden. Deshalb wurde nach dem Einsturz massive Kritik an Bürgermeister Jean-Claude Gaudin laut. 

Gaudin wies am Donnerstag Rücktrittsforderungen zurück: "Meinen Sie, ein Kapitän verlässt sein Schiff während eines Sturms?", fragte er bei einer Pressekonferenz. 

Die News Siebtes Todesopfer nach Hauseinstürzen in Marseille gefunden wurde von AFP am 08.11.2018 in der Kategorie Brennpunkte mit den Stichwörtern Frankreich, Unglücke abgelegt.

Weitere Meldungen

Heftige Debatte um neue Befugnisse der Organisation für Chemiewaffenverbote

Scharfe gegenseitige Vorwürfe haben die Beratungen der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) über die künftige Aufklärung von Chemiewaffenangriffen geprägt.

Mehr
Pläne zur Rückführung von Flüchtlingen stoßen bei der SPD auf Skepsis

Die Vorschläge des Bundesinnenministeriums zur erleichterten Rückführung von Flüchtlingen stoßen auf breite Skepsis: Für die Anwendung so genannter No-Name-Buchungen auf

Mehr
Bayern: 71-Jährige stirbt bei Verkehrsunfall

Bamberg - Im bayerischen Bamberg ist eine 71-jährige Autofahrerin am Montagmittag bei einem Verkehrsunfall auf der Staatsstraße St2244 zwischen Bamberg und Strullendorf ums Leben

Mehr

Top Meldungen

Auftragsbestand im verarbeitenden Gewerbe im September gestiegen

Wiesbaden - Der preisbereinigte Auftragsbestand im verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im September 2018 saison- und

Mehr
Erwerbstätige im Durchschnitt 44 Jahre alt

Wiesbaden - Im Jahr 2017 sind Erwerbstätige in Deutschland im Durchschnitt rund 44 Jahre alt gewesen, etwa 4 Jahre mehr als 20 Jahre zuvor. Das Durchschnittsalter von

Mehr
Erwerbstätige in Deutschland werden im Schnitt immer älter

Erwerbstätige in Deutschland werden im Schnitt immer älter. Im vergangenen Jahr lag der Altersdurchschnitt bei rund 44 Jahren, das waren etwa vier Jahre mehr als 20 Jahre zuvor,

Mehr