Politik

Russisch-orthodoxe Kirche verkündet Bruch mit Konstantinopel

  • 15. Oktober 2018, 19:47 Uhr
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Metropolit Hilarion in Minsk
Bild: AFP

Die russisch-orthodoxe Kirche hat den Bruch mit dem Ökumenischen Patriarchat in Konstantinopel vollzogen. Sie reagierte damit auf die Entscheidung des Ökumenischen Patriarchats, die Loslösung der ukrainisch-orthodoxen Kirche von Moskau zu akzeptieren.

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Die russisch-orthodoxe Kirche hat den Bruch mit dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel vollzogen. Die eucharistische Gemeinschaft werde aufgekündigt, sagte der für die Außenbeziehungen zuständige Metropolit Hilarion am Montag in Minsk. Demnach können Priester beider Kirchen keine gemeinsamen Gottesdienste mehr feiern und Gläubige der beiden Kirchen nicht mehr zusammen die Kommunion empfangen. 

Die russisch-orthodoxe Kirche reagierte damit auf die Entscheidung des Ökumenischen Patriarchats, die Loslösung der ukrainisch-orthodoxen Kirche von Moskau zu akzeptieren. Seine Kirche erkenne diesen Beschluss nicht an und könne nicht länger den Kontakt zum Ökumenischen Patriarchat aufrechterhalten, sagte Hilarion nach einer Sitzung des Heiligen Synods, des obersten Gremiums der russisch-orthodoxen Kirche, in Minsk.

Das in Istanbul ansässige Ökumenische Patriarchat hatte am Donnerstag in einer von Patriarch Bartholomäus I. geleiteten Sitzung der Unabhängigkeit der ukrainisch-orthodoxen Kirche zugestimmt.

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