Brennpunkte

Washingtons Erzbischof Wuerl im Skandal um sexuellen Missbrauch zurückgetreten

  • 12. Oktober 2018, 13:35 Uhr
Bild vergrößern: Washingtons Erzbischof Wuerl im Skandal um sexuellen Missbrauch zurückgetreten
Erzbischof Donald Wuerl im April 2018
Bild: AFP

Papst Franziskus hat das Rücktrittsgesuch von Washingtons Erzbischof Donald Wuerl angenommen. Wuerl, der den massenhaften sexuellen Missbrauch von Kindern vertuscht haben soll, hatte seinen Rücktritt im September angekündigt.

Anzeige

Im Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche hat Papst Franziskus das Rücktrittsgesuch des Erzbischofs von Washington, Donald Wuerl, angenommen. Das teilte der Vatikan am Freitag mit. Der 77-jährige Wuerl, der den massenhaften sexuellen Missbrauch von Kindern durch katholische Priester in den USA vertuscht haben soll, hatte seinen Rücktritt bereits im September angekündigt. 

Wuerl war von 1988 bis 2006 der Bischof von Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania. In dem Bundesstaat hatten einem Untersuchungsbericht zufolge mehr als 300 katholische Priester über Jahrzehnte hinweg über tausend Kinder sexuell missbraucht. Der Bericht hatte weltweit für Entsetzen gesorgt. Wuerls Name taucht darin mehrfach auf, ihm wird vorgeworfen, den Skandal unter der Decke gehalten zu haben.

Mitte September war Erzbischof Wuerl als Zeichen seiner Reue während einer Messe vor den Opfern auf die Knie gegangen. "Man muss bereit sein, das Notwendige zu tun, einschließlich eines Rücktritts. Dieser Schritt meinerseits wird ein wichtiger Teil der Heilung sein", sagte der 77-Jährige. 

Nach der Veröffentlichung des Untersuchungsberichts Mitte August war wiederholt der Rücktritt des Kardinals gefordert worden. Er hatte sich verteidigt und versichert, dass er im Interesse der Opfer gehandelt habe. Seine Anhänger verwiesen darauf, dass Wuerl bestimmte Priester selbst gegen Widerstand aus dem Vatikan bestraft habe. 

ANZEIGE

Die News Washingtons Erzbischof Wuerl im Skandal um sexuellen Missbrauch zurückgetreten wurde von AFP am 12.10.2018 in der Kategorie Brennpunkte mit den Stichwörtern USA, Italien, Gewalt, Katholiken abgelegt.

Weitere Meldungen

Gymnasiast bedroht Lehrerin mit Softair-Waffe - Verfahren eingeleitet

Ein französischer Gymnasiast, der seine Lehrerin mit einer Waffe bedrohte, muss harte Konsequenzen fürchten: Die Staatsanwaltschaft in Créteil bei Paris eröffnete am Sonntagabend

Mehr
Niederbayern: Pkw-Fahrerin überschlägt sich mehrfach und stirbt

Landshut - Auf einer Bundesstraße im niederbayerischen Landkreis Landshut ist am Sonntagabend eine 28-jährige Frau bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Die Pkw-Fahrerin

Mehr
Australische Regierung entschuldigt sich bei Missbrauchsopfern

In einer emotionalen Ansprache hat sich der australische Premierminister Scott Morrison im Namen der Regierung bei den vielen tauend Opfern von Kindesmissbrauch entschuldigt.

Mehr

Top Meldungen

FDP-Chef: Russische Staatsmedien müssen mit offenen Karten spielen

Berlin - Nach Enthüllungen über verdeckte Aktivitäten russischer Staatsmedien in Deutschland hat FDP-Chef Christian Lindner Moskau aufgefordert, mit offenen Karten zu spielen.

Mehr
DZ-Bank-Chef: Zinsen steigen Ende 2019 deutlich

Frankfurt/Main - Deutschlands Sparer dürfen nach Ansicht von DZ-Bank-Chef Wolfgang Kirsch Ende des kommenden Jahres zumindest vorübergehend auf deutlich steigende Zinsen hoffen.

Mehr
Göring-Eckardt fordert von Merkel "klare Kante" im Dieselskandal

Berlin - Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gefordert, im Dieselskandal eine eindeutige Position zu beziehen. "Da sehe ich

Mehr