Lifestyle

"Babylon Berlin"-Regisseure kritisieren Serienflut

  • 11. Oktober 2018, 20:01 Uhr
Bild vergrößern: Babylon Berlin-Regisseure kritisieren Serienflut
Fernsehzuschauer mit einer Fernbedienung
dts

.

Anzeige

Berlin - Die drei Regisseure der 40-Millionen-Euro-Serie "Babylon Berlin" kritisieren die anschwellende Serienflut im internationalen Fernsehen. "Plötzlich soll jetzt alles mindestens sechs Teile haben", sagte Tom Tykwer dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Freitagsausgabe).

Die hohe globale Nachfrage nach Serien berge die Gefahr, dass auch ungeeignete Stoffe zu TV-Mehrteilern würden. "Es ist zu befürchten, dass man überhaupt nichts anderes mehr machen darf als Serien", sagte auch Tykwers Kollege Henk Handloegten. Er habe den Eindruck, dass alles, was vorher schon für 90 Minuten nicht getaugt habe, jetzt zur Serie aufgeblasen werde. "Das ist keine erfreuliche Entwicklung. Man sollte wirklich etwas zu erzählen haben", so Handloegten.

Sonst sei es für den Zuschauer "einfach nur eine weitere Tapete, die man anknipst." Die Fernsehlandschaft verändere sich dramatisch, sagte auch Achim von Borries. "Deutschland war eines der letzten Länder, in denen sich dieser Wandel jetzt vollzieht", so von Borries.

Für die Produktion von "Babylon Berlin" habe das Team über Jahre kämpfen müssen. "Es gab enorme Widerstände", sagte Handloegten. "Es war nicht denkbar, als wir angefangen haben mit diesem Projekt." Da habe die deutsche Presse schon seit ungefähr sechs Jahren geschrieben: "Warum gibt’s so etwas noch nicht aus Deutschland?" Und es sei einfach nicht möglich gewesen, so Handloegten. Die ersten beiden Staffeln von "Babylon Berlin" nach dem Roman "Der nasse Fisch" von Volker Kutscher wurden vom Bezahlsender Sky und der ARD koproduziert und sind bis zum 8. November im Ersten zu sehen.

Die News "Babylon Berlin"-Regisseure kritisieren Serienflut wurde von dts am 11.10.2018 in der Kategorie Lifestyle mit den Stichwörtern Kultur, Deutschland, Fernsehen abgelegt.

Weitere Meldungen

Wetterdienst warnt vor Schneefällen und Glatteis

Offenbach - Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat vor Schneefällen und Glatteis im Erzgebirge und in Teilen Bayerns gewarnt. Im Erzgebirge sei am Mittwoch Neuschneee zwischen 5 und

Mehr
Pivate Haushalte kaufen weniger Bücher

In den privaten Haushalten werden weniger Bücher gekauft. Im vergangenen Jahr erwarben 20,2 Millionen Haushalte in Deutschland Bücher und E-Books, wie das Statistische Bundesamt

Mehr
Oft keine Hilfe nach Psychotherapeuten-Akutsprechstunde

Berlin - Seit dem vergangenen Jahr hat jeder Patient ein Recht auf eine Akutsprechstunde beim Psychotherapeuten. Doch nach diesem schnellen, ersten Gespräch folgt häufig trotzdem

Mehr

Top Meldungen

Der Stern steht unter Strom


Daimler treibt die Bemühungen im Bereich der Elektromobilität weiter voran. Der Konzern investiert nach eigenen Angaben zehn Milliarden Euro in den Ausbau der

Mehr
Weniger private Haushalte kaufen Bücher

Wiesbaden - 20,2 Millionen private Haushalte in Deutschland kauften im Jahr 2017 Bücher (einschließlich E-Books), was 54 Prozent aller Haushalte entspricht. Vor zehn Jahren hatte

Mehr
Bezahldienst Apple Pay startet in Deutschland

Das mobile Bezahlen kommt in Deutschland weiter voran: Am Dienstag startete als weiterer großer Anbieter Apple seinen Bezahldienst Apple Pay, vier Monate nach Google. Apps für das

Mehr