Wirtschaft

Aufsichtsbehörde Bafin setzt Sonderbeauftragten bei der Deutschen Bank ein

  • 24. September 2018, 16:31 Uhr
Bild vergrößern: Aufsichtsbehörde Bafin setzt Sonderbeauftragten bei der Deutschen Bank ein
Logo der Deutschen Bank
Bild: AFP

Die Deutsche Bank bekommt zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung einen Aufpasser von außen: Die Aufsichtsbehörde Bafin in Bonn teilte am Montag mit, sie habe einen Sonderbeauftragten eingesetzt.

Anzeige

Die Deutsche Bank bekommt zur besseren Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung einen Aufpasser von außen: Die Aufsichtsbehörde Bafin in Bonn teilte am Montag mit, sie habe einen Sonderbeauftragten eingesetzt. Es ist demnach das erste Mal, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht eine solche Maßnahme bei einer Bank im Bereich der Geldwäscheprävention anordnet.

Die Deutsche Bank müsse "angemessene interne Sicherungsmaßnahmen" ergreifen und "allgemeine Sorgfaltspflichten" einhalten, ordnete die Bafin an. Der Sonderbeauftragte soll die Umsetzung dieser Maßnahmen überwachen - genauer: Er soll über den Umsetzungsfortschritt "berichten und diesen bewerten". Laut Deutscher Bank ist dieser Sonderbeauftragte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG.

Deutschlands größtes Kreditinstitut erklärte, es stimme mit der Bafin darin überein, dass es die Prozesse zur Identifizierung ihrer Kunden (Know Your Client) in der Unternehmens- und Investmentbank weiter verbessern müsse. Die Bank habe den Anspruch, den regulatorischen Anforderungen "in jeder Hinsicht gerecht" zu werden.

Die Anordnung ergehe auf Grundlage des Geldwäschegesetzes, teilte die Bafin mit. Sie ist demnach bereits seit Freitag in Kraft.

ANZEIGE

Die News Aufsichtsbehörde Bafin setzt Sonderbeauftragten bei der Deutschen Bank ein wurde von AFP am 24.09.2018 in der Kategorie Wirtschaft mit den Stichwörtern D, Banken, Unternehmen, Kriminalität abgelegt.

Weitere Meldungen

BDI fordert Begrenzung der Steuerlast für Unternehmen auf 25 Prozent

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert schnelle Steuerreformen zur Entlastung der Unternehmen. Die Steuerlast müsse auf maximal 25 Prozent gesenkt werden,

Mehr
Audi zahlt in Dieselaffäre 800 Millionen Euro Bußgeld

Die Rechnung für Volkswagen wegen der Dieselaffäre wird höher: Nach dem Bußgeld von VW in Höhe von einer Milliarde Euro im Juni zahlt die Konzerntochter Audi nun weitere 800

Mehr
Weniger Hering, dafür mehr Dorsch - EU legt Fanquoten für Ostsee fest

Deutschlands Fischer dürfen im kommenden Jahr in der Ostsee deutlich weniger Hering fangen, dafür aber mehr Dorsch. Darauf einigten sich die EU-Fischereiminister bei der

Mehr

Top Meldungen

Studie: Mehrheit sieht Vorteile in alternativen Mobilitätskonzepten

Berlin - Eine Mehrheit der Deutschen sieht zahlreiche Vorteile in alternativen Mobilitätskonzepten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom unter 1.238

Mehr
Cevian will bei Thyssenkrupp-Aufspaltung mitmischen

Essen - Auch nach der Entscheidung zur Aufspaltung von Thyssenkrupp will Großaktionär Cevian Capital seinen Druck auf das Management hoch halten. "Wir sitzen nicht in

Mehr
Konjunkturerwartungen von Finanzmarktexperten fallen

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China, die Gefahr eines harten Brexit und eine "als instabil wahrgenommene Regierungskoalition" in Berlin haben die Konjunkturerwartungen

Mehr