Wirtschaft

Tarifeinigung in der Chemie: Mehr Geld für 600.000 Beschäftigte

  • 20. September 2018, 16:34 Uhr
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BAVC-Verhandler Georg Müller (l) spricht mit IG-BCE-Verhandler Ralf Sikorski
Bild: AFP

Mehr Lohn und ein 'Quantensprung' beim Urlaubsgeld für die knapp 600.000 Beschäftigten in der chemischen Industrie: Die Gewerkschaft IG BCE und der Arbeitgeberverband BAVC haben sich am Donnerstag auf neue Tarife geeinigt.

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Mehr Lohn und ein "Quantensprung" beim Urlaubsgeld für die knapp 600.000 Beschäftigten in der chemischen Industrie: Die Gewerkschaft IG BCE und der Arbeitgeberverband BAVC einigten sich am Donnerstag auf ein neues Tarifpaket. Wie beide Seiten übereinstimmend mitteilten, werden die Löhne bei einer Laufzeit von 15 Monaten um 3,6 Prozent erhöht. Die Gewerkschaft hatte ursprünglich sechs Prozent mehr für zwölf Monate gefordert.

Voll durchsetzen konnte sie sich hingegen beim Urlaubsgeld: Es steigt von gut 600 auf 1200 Euro jährlich. Auszubildende bekommen zudem eine bis zu neun Prozent höhere Vergütung. Die Tarifparteien vereinbarten zudem, die Regelungen zur Arbeitszeit bis zur nächsten Tarifrunde Ende 2019 zu überarbeiten.

BAVC-Verhandlungsführer Georg Müller wertete es als Erfolg, dass die Arbeitgeber bei der aktuellen Einigung keine fixen Zugeständnisse bei der Arbeitszeit machen musste. Für die anstehenden Verhandlungen erklärte er: "Wir nehmen uns die Zeit, die wir brauchen, und verfolgen ein gemeinsames Ziel: mehr Flexibilität für Unternehmen und Beschäftigte und damit eine höhere Attraktivität für unsere Branche insgesamt."

IG-BCE-Verhandlungsführer Ralf Sikorski erklärte, die Angestellten müssten künftig die Option bekommen, statt mehr Geld mehr Freizeit zu wählen.

Die News Tarifeinigung in der Chemie: Mehr Geld für 600.000 Beschäftigte wurde von AFP am 20.09.2018 in der Kategorie Wirtschaft mit den Stichwörtern D, Tarife, Gewerkschaften, Unternehmen, Chemie abgelegt.

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