Wirtschaft

Prozess gegen Milliardenzocker Kerviel wird nicht neu aufgerollt

  • 20. September 2018, 15:32 Uhr
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Kerviel-Prozess wird nicht neu aufgerollt
Bild: AFP

Der Prozess um den französischen Milliardenzocker Jérôme Kerviel wird nicht neu aufgerollt. Er hatte seinen Arbeitgeber, die Großbank Société Générale, durch hochriskante Finanzspekulationen fast in den Ruin getrieben.

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Der Prozess um den französischen Milliardenzocker Jérôme Kerviel wird nicht neu aufgerollt. Das Pariser Revisionsgericht wies den Antrag des früheren Börsenhändlers am Donnerstag zurück. Kerviel hatte seinen Arbeitgeber, die Großbank Société Générale, durch hochriskante Finanzspekulationen fast in den Ruin getrieben. Der heute 41-Jährige wurde deshalb in mehreren Prozessen zu drei Jahren Gefängnis und einer Million Euro Schadenersatz verurteilt.

Mit der Entscheidung des Revisionsgerichts geht ein zehnjähriger Rechtsstreit zu Ende. Der Prozess könnte nur dann wieder aufgerollt werden, wenn Kerviel neue Beweise für seine Unschuld präsentiert. Der spektakuläre Fall war Anfang 2008 bekannt geworden. Die Bank beziffert die durch ihren einstigen Mitarbeiter verursachten Verluste auf fast fünf Milliarden Euro. Ein Gericht stellte aber eine Mitverantwortung des Instituts für die Spekulationsgeschäfte fest.

Kerviel ist bereits seit 2014 wieder auf freiem Fuß. Er wurde nach 150 Tagen Haft vorzeitig entlassen und musste vorübergehend eine Fußfessel tragen.

Die News Prozess gegen Milliardenzocker Kerviel wird nicht neu aufgerollt wurde von AFP am 20.09.2018 in der Kategorie Wirtschaft mit den Stichwörtern Frankreich, Banken, Justiz, Affären abgelegt.

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