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Verkehrsminister fordert von Autoindustrie "attraktive Angebote"

  • 16. September 2018, 18:18 Uhr
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Berlin - Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) konkretisiert seine Pläne, wie Diesel-Besitzern Fahrverbote erspart bleiben könnten. "Den Besitzern alter Diesel müssen höchst attraktive Angebote für den Wechsel in saubere Autos gemacht werden", sagte Scheuer der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montagsausgabe).

"Die Autohersteller sind hier zwingend in der Pflicht." Dies gelte nicht nur für VW, sagte Scheuer weiter. Er spreche gerade mit den Herstellern, zu welchem Preis diese alte Diesel-Fahrzeuge in Zahlung nehmen könnten. Zum Thema Hardware-Nachrüstung sagte Scheuer: "Wir sollten in erster Linie nur da nachrüsten, wo es technisch und wirtschaftlich möglich ist. Am meisten Sinn macht das bei Bussen und kommunalen Fahrzeugen."

Bei den 3,1 Millionen Diesel-Fahrzeugen der Euro-4-Norm sei der Einbau einer modernen Abgasreinigungsanlage gar nicht möglich, sagte Scheuer. Von den 5,5 Millionen Euro-5-Diesel könnten "bestenfalls 2 Millionen Fahrzeuge technisch nachgerüstet werden - nur bei diesen ist der notwendige Bauraum vorhanden". Die Kosten für die Nachrüstung beziffert Scheuer auf mindestens 3000 Euro je Pkw.

"Wenn in Mengen umgerüstet würde, wäre das richtig teuer", sagte Scheuer. "Der Bundesfinanzminister hat gesagt, dass er dafür kein Steuergeld ausgeben will." Mit Blick auf die Besitzer von Euro-4-Fahrzeugen sagte Scheuer: "Wir überlegen, was da geht. Aber eins ist ganz klar: Der Staat ist kein Autohändler." Die Bundeskanzlerin hatte Scheuer Ende vergangener Woche beauftragt, ein Konzept auszuarbeiten, um ältere Dieselautos sauberer zu machen und Fahrverbote zu vermeiden.

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