Lifestyle

Finnlands Präsident kritisiert Trump

  • 14. September 2018, 16:46 Uhr
Bild vergrößern: Finnlands Präsident kritisiert Trump
Donald Trump
dts

.

Anzeige

Helsinki - Der finnische Präsident Sauli Niinistö hat sich besorgt über den Zustand der transatlantischen Beziehungen geäußert. "Es ist das erste Mal seit dem Zweiten Weltkrieg, dass wir über so schwierig greifbare Probleme in der transatlantischen Beziehung nachdenken müssen", sagte Niinistö der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagsausgabe).

Kritik äußerte er dabei vor allem am US-Präsidenten Donald Trump. Es sei allen klar gewesen, wie wertvoll diese Beziehung sei. Trump habe das verändert. "Er versucht, an alles einen Preis zu kleben", sagte Niinistö.

"Aber der Wert der transatlantischen Beziehungen lässt sich nicht in Dollar erfassen." In Finnland fand im Sommer das Gipfeltreffen Trumps und des russischen Präsidenten Wladimir Putin statt. Niinistö empfing Trump vor dem Gipfel, Putin danach. Zu dem Treffen sagte Niinistö, er habe Trump gesagt, wie er sich selbst auf ein Treffen mit Putin vorbereite.

"Aber man sollte sehr vorsichtig sein, wenn man Putin trifft. Er ist immer sehr gut vorbereitet. Sehr gut." Zu den Ergebnissen des Gipfels sagte Niinistö, es sei nicht darum gegangen, sich auf etwas zu einigen. "Die beiden haben ja auch gar nicht versucht, gleich Ergebnisse zu erzielen". Hoffentlich aber habe der Gipfel den Weg für weitere Diskussionen eröffnet. Es sei gut, "wenn diese beiden Mächte zumindest in einem bestimmten Maße eine friedliche Beziehung haben, besser als eine feindliche". Mit Blick auf Russland, mit dem sich Finnland eine gut 1300 Kilometer lange Grenze teilt, sagte Niinistö, dass er das Land nicht als Bedrohung ansehe. "Ich glaube nicht, dass Russland Staaten im Baltikum attackieren wird, und sie haben auch keinen Grund, Finnland anzugreifen." Er fügte an: "Es gibt eher eine globale Bedrohung, aber es gibt da auch eine gewisse Balance. Wenn es einen Krieg gäbe, würde nämlich niemand gewinnen. Es würde höchstens jemand weniger verlieren als die anderen. Solange wir uns dessen bewusst sind, ist das eine Garantie für Frieden." Zu seiner Beziehung mit dem russischen Präsidenten sagte Niinistö: "Ich komme gut mit ihm aus, wir können sehr offen miteinander reden. Selbst über sehr sensible Themen."

Die News Finnlands Präsident kritisiert Trump wurde von dts am 14.09.2018 in der Kategorie Lifestyle mit den Stichwörtern Politik, Finnland, USA abgelegt.

Weitere Meldungen

Streit um die im Rothaargebirge ausgewilderten Wisente vor dem Bundesgerichtshof

Der seit Jahren andauernde Rechtsstreit um die im Rothaargebirge ausgewilderten Wisente beschäftigt heute (09.00 Uhr) auch den Bundesgerichtshof (BGH). Der BGH muss darüber

Mehr
Bambi-Verleihung in Berlin mit Penélope Cruz und Sophia Loren

Mit viel nationaler und internationaler Prominenz wird heute Abend (20.15 Uhr) in Berlin zum 70. Mal der Medienpreis Bambi verliehen. Zu der Gala am Potsdamer Platz werden unter

Mehr
Chemnitzer Migrationsbeirat: Merkel-Besuch kommt zu spät

Chemnitz - Der Vorsitzende des Migrationsbeirates der Stadt Chemnitz, Pedro Montero, hat beklagt, dass der für Freitag geplante Besuch von Kanzlerin Angela Merkel in der Stadt zu

Mehr

Top Meldungen

Braunkohle-Ausstieg: Baerbock will Investitionen für Strukturwandel

Berlin - Die Grünen fordern, den Strukturwandel in den Braunkohlerevieren Deutschlands mit Investitionen von jährlich mindestens 250 Millionen Euro zu fördern. Das geht aus einem

Mehr
Bofinger fordert Investitionsprogramm für Wohnungsbau

Berlin - Peter Bofinger, Mitglied des Sachverständigenrates der Bundesregierung (Wirtschaftsweise), fordert ein längerfristiges Wohnungsbau- und Städteentwicklungsprogramm. "Der

Mehr
Italienische Regierung über Konjunkturrückgang in Deutschland besorgt

Im Streit um Italiens Schuldenpolitik hat Finanzminister Giovanni Tria vor möglichen Folgen einer Verlangsamung der deutschen Wirtschaft auf sein Land gewarnt. Italiens

Mehr