Politik

Stein- und Flaschenwürfe bei Protesten gegen rechte Kundgebung in Berlin

  • 18. August 2018, 20:23 Uhr
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Neonazi-Aufmarsch in Berlin
Bild: AFP

In Berlin-Friedrichshain ist es bei einer Kundgebung von Rechtsextremen anlässlich des Todestags des einstigen Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß und einer Gegendemonstration am Samstag vereinzelt zu Gewalt gekommen. Ein Polizist wurde verletzt.

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Im Berliner Stadtteil Friedrichshain ist es bei einer Kundgebung von Rechtsextremen anlässlich des Todestags des einstigen Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß und einer Gegendemonstration am Samstag vereinzelt zu Gewalt gekommen. Aus den Reihen der linken Gegendemonstrationen habe es Stein- und Flaschenwürfe auf die rechtsextremen Demonstranten sowie auf die Polizei gegeben, sagte ein Sprecher der Berliner Polizei. Mindestens ein Polizeibeamter sei verletzt worden.

Dem Sprecher zufolge gab es vereinzelte Festnahmen. An der rechten Kundgebung und an der Gegendemonstration hatten demnach jeweils zwischen 400 und 800 Menschen teilgenommen. Um die rechten Demonstranten aufzuhalten, versammelten sich die Gegendemonstranten zu Sitzblockaden, die meisten Teilnehmer gingen aber auf Aufforderung der Polizei zur Seite. Nur vereinzelt hätten Teilnehmer von der Polizei "beiseite gehoben" werden müssen, sagte der Polizeisprecher.

In Berlin-Spandau war ein geplanter Aufmarsch von Rechtsextremen angesichts einer großen Zahl von Gegendemonstranten abgesagt worden. Rund 2000 Menschen beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter an einer vom Berliner Bündnis gegen Rechts organisierten Gegenkundgebung. Zahlreiche Organisationen hatten dort zur Teilnahme an einem Demokratiefest aufgerufen. Im westlichen Bezirk Spandau war Heß bis zu seinem Tod 1987 im Kriegsverbrechergefängnis der Alliierten inhaftiert gewesen.

Wegen der Kundgebungen war die Polizei Berlin-weit mit einem Großaufgebot von 2300 Beamten im Einsatz.

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