Politik

Polizei in Washington trennt Rassisten von Gegendemonstranten

  • 12. August 2018, 22:37 Uhr
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Rechtsextremisten marschieren durch Washington
Bild: AFP

In der US-Hauptstadt Washington sind am Sonntag die Teilnehmer einer rassistischen Kundgebung eingetroffen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz und hielt die Rassisten von Gegendemonstranten fern. Für Sonntagabend (Ortszeit) war eine Kundgebung von Rechtsextremisten gegenüber des Weißen Hauses geplant. Anlass ist der Jahrestag der tödlichen Ausschreitungen bei einem rechtsradikalen Aufmarsch in der US-Stadt Charlottesville. Nazi-Gegner kamen zu einer Gegendemonstration zusammen. 

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In der US-Hauptstadt Washington sind am Sonntag rechtsextremistische Gruppierungen zu einer Kundgebung zusammengekommen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz und hielt die Rassisten von Gegendemonstranten fern. Anlass für die Kundgebung in der Nähe des Weißen Hauses ist der Jahrestag der tödlichen Ausschreitungen bei einem rechtsradikalen Aufmarsch in der US-Stadt Charlottesville. Zahlreiche Nazi-Gegner kamen zu der Gegendemonstration zusammen. 

Eine Gruppe von etwa 20 Rassisten trafen aus Vienna im Bundesstaat Virginia an einer U-Bahn-Station in Washington ein, wo sie von rund 300 Gegendemonstranten erwartet wurden. Die Nazi-Gegner riefen "Schämt euch" und "Raus aus meiner Stadt". Polizisten eskortierten die Rassisten zum Kundgebungsort, um Zusammenstöße zu verhindern. 

Die rechtsextremistische Kundgebung war auf dem Lafayette Square geplant. Am nördlichen Ende des Parks versammelten sich derweil hunderte Nazi-Gegner zu einer Gegendemonstration. Einige von ihnen trugen die typische schwarze Antifa-Kleidung, Gesichtsmasken und Helme. Polizisten säumten Metallabsperrungen, welche die beiden Gruppen voneinander trennen sollten. Aus Sorge vor Ausschreitungen zwischen den gegnerischen Gruppen waren zahlreiche Straßen für den Verkehr gesperrt. Das Weiße Haus war hermetisch abgeriegelt.

Vor einem Jahr war am Rande eines rechtsradikalen Aufmarsches in Charlottesville eine Gegendemonstrantin getötet worden, als ein Neonazi sein Auto in die Menge steuerte. Die Kundgebung am Sonntag wird von der rechtsextremen Gruppe "Unite the Right" organisiert, die auch zu dem Aufmarsch in Charlottesville aufgerufen hatte. Der Vorfall in Charlottesville hatte international für Schlagzeilen gesorgt - auch, weil Präsident Donald Trump in der Folge das Verhalten von Rechtsextremisten und Gegendemonstranten gleichsetzte und von "Gewalt auf vielen Seiten" sprach.

Präsidententochter Ivanka Trump bezog am Samstagabend klar gegen Rassismus Stellung. Für "weiße Vorherrschaft, Rassismus und Neonazismus" sei in den USA "kein Platz", schrieb sie auf Twitter.

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