Politik

Gauland sprach mit Maaßen über möglichen "Einflussagenten Moskaus" in der AfD

  • 11. August 2018, 12:54 Uhr
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Alexander Gauland
Bild: AFP

Neben der früheren AfD-Vorsitzenden Frauke Petry hat sich auch der jetzige Parteichef Alexander Gauland nach eigenen Angaben mit Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen getroffen.

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Neben der früheren AfD-Vorsitzenden Frauke Petry hat sich auch der jetzige Parteichef Alexander Gauland nach eigenen Angaben mit Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen getroffen. Er habe für das Gespräch mit Maaßen ein "konkretes Anliegen" gehabt, sagte Gauland den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstagausgaben): "Es gab den Verdacht, dass wir in der Fraktion einen Einflussagenten Moskaus hätten."

Das habe er klären wollen. "Herr Maaßen hat mir nach einer gewissen Prüfung gesagt, dass da nichts dran ist", berichtete Gauland. "Das war aber auch alles."

Maaßen hatte sich vor etwa drei Jahren zweimal mit Petry getroffen, als diese noch AfD-Vorsitzende war, wie das Bundesinnenministerium am Freitag mitteilte. Maaßen habe dabei aber "keine Empfehlungen oder Ratschläge hinsichtlich des Umgangs mit Personen oder Strömungen der AfD gegeben".

Das Ministerium reagierte damit auf die Veröffentlichung des Buches "Inside AfD" der AfD-Aussteigerin Franziska Schreiber. Die Autorin schreibt darin, Petry habe ihr von Gesprächen mit Maaßen berichtet. Der Chef des Inlandsgeheimdienstes habe der damaligen Parteichefin nahegelegt, ein Parteiausschlussverfahren gegen den Thüringer AfD-Politiker Björn Höcke einzuleiten, ansonsten wäre eine Beobachtung und Nennung der Partei im Verfassungsschutzbericht unvermeidbar.

"Ich schätze Herrn Maaßen als objektiven Spitzenbeamten", sagte Gauland. "Ich halte es für frei erfunden, dass er Frauke Petry irgendwelche Ratschläge gegeben hat." Diese "Ente" habe Schreiber in die Welt gesetzt, "um ihr Buch populär zu machen".

Eine Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz befürchtet Gauland nach eigenen Worten nicht. "Es gibt in der AfD keine Rechtsextremen", sagte er. "Wir sind anarchisch, demokratisch und halten am Grundgesetz fest. Mit Führerprinzip und Nationalsozialismus haben wir nichts zu tun."

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