Wirtschaft

Bahn kann Passagieransturm kaum bewältigen

  • 10. August 2018, 18:00 Uhr
Bild vergrößern: Bahn kann Passagieransturm kaum bewältigen
Reisende am Bahnhof
dts

.

Anzeige

Berlin - Die Deutsche Bahn muss über die Ferienzeit einen besonders hohen Andrang in ihren Zügen bewältigen - und schafft das nur mühsam. Seit diesem Sommer fahren im Schnitt täglich 30.000 Passagiere mehr mit der Bahn.

Dabei hat das Unternehmen schon in den ersten sechs Monaten im Fernverkehr mit 395.000 Fahrgästen pro Tag einen Rekord eingefahren, wie der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet. In den Gängen herrscht oft drangvolle Enge, weil die Bahn nur eine begrenzte Menge zusätzlicher ICEs und ICs einsetzen kann. Reservewagen sind bei dem kaputt gesparten Unternehmen generell knapp. Im Sommer kommt hinzu, dass die Bahn an bis zu 800 Stellen täglich baut. Dadurch verlängert sich auf einigen Strecken die Fahrtzeit, etwa weil eine Umleitung nicht zu vermeiden ist. Der Zug steht dann aber für die Rückfahrt nicht rechtzeitig zur Verfügung und muss durch einen Reservezug ersetzt werden. "Ansonsten gerät der Fahrplan außer Kontrolle", wie ein Bahnsprecher erklärt. Die Folge ist, dass derzeit alles auf der Schiene rollt, was bei der Bahn irgendwie einsatzbereit ist. Die Situation, am äußersten Limit zu fahren, wird sich erst entspannen, wenn alle ICEs der jüngsten Generation ausgeliefert worden sind. Zusätzlich will die Bahn an ihre ICEs künftig einen weiteren Wagen anhängen. Doch diese Maßnahme wird auch in den Sommerferien 2019 keine Entlastung bringen, da die Verträge mit dem Hersteller Siemens noch nicht unterschrieben sind.

Die News Bahn kann Passagieransturm kaum bewältigen wurde von dts am 10.08.2018 in der Kategorie Wirtschaft mit den Stichwörtern Wirtschaft, Deutschland, Zugverkehr abgelegt.

Weitere Meldungen

Kohleausstieg: Laschet wertet Spitzentreffen als "positives Signal"

Berlin - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat das Spitzentreffen im Bundeskanzleramt zum Kohleausstieg als "positives Signal für Nordrhein-Westfalen"

Mehr
EU will Wolfsschaden an Schafherden erstatten

Brüssel - Immer öfter greifen Wölfe in Deutschland Schafherden an und reißen Tiere: Die betroffenen Bauern sollen künftig nun zumindest den dadurch entstehenden Schaden

Mehr
Bundesnetzagentur leitet Aufsichtsverfahren gegen BEV Energie ein

Bonn - Die Bundesnetzagentur leitet ein Aufsichtsverfahren gegen den Energielieferanten Bayerische Energieversorgungsgesellschaft (BEV Energie) ein. "Die Beschwerden gegenüber

Mehr

Top Meldungen

Bericht: Banken fürchten zusätzliche Vorgaben bei neuer Schnittstelle

Frankfurt/Main - Die deutsche Bankenbranche wehrt sich laut eines Zeitungsberichts gegen immer neue Auflagen für eine neue Schnittstelle zum Zugriff auf Kundendaten. Die Deutsche

Mehr
FDP fordert flächendeckende Breitbandversorgung auf jedem Acker

Die FDP-Fraktion hat eine flächendeckende Breitbandversorgung auf dem Acker gefordert. Die deutschen Landwirte hätten "schon längst die Chancen des Smart Farming erkannt", sagte

Mehr
Baerbock und Lindner fordern Reform der Energiepolitik

Berlin - Die Bundesvorsitzende der Grünen, Annalena Baerbock, und der FDP-Vorsitzende Christian Lindner haben eine tiefgreifende Reform der deutschen Energiepolitik gefordert.

Mehr