Brennpunkte

Rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Dreyer hält Ankerzentren für unnötig

  • 10. August 2018, 13:32 Uhr
Bild vergrößern: Rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Dreyer hält Ankerzentren für unnötig
Malu Dreyer
Bild: AFP

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin und SPD-Vizevorsitzende Malu Dreyer hält die von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) geforderten Ankerzentren für Asylbewerber für unnötig.

Anzeige

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin und SPD-Vizevorsitzende Malu Dreyer hält die von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) geforderten Ankerzentren für Asylbewerber für unnötig. "Wir managen unsere Aufnahmeeinrichtungen gut", sagte Dreyer der "Welt" am Freitag. "Alle wichtigen Akteure und Behörden arbeiten dort unter einem Dach."

Die rheinland-pfälzische Justiz gewährleiste "bundesweit die schnellsten Verfahren", fügte die Ministerpräsidentin hinzu. Das "Anliegen des Koalitionsvertrages" sei damit erfüllt. "Was Herr Seehofer darüber hinaus will, das weiß ich nicht", sagte die SPD-Politikerin.

Die große Koalition hatte sich in den Koalitionsverhandlungen auf die Einrichtung auf die Ankerzentren verständigt. Das Wort Anker steht für Ankunft, kommunale Verteilung, Entscheidung und Rückführung. Ziel ist es, mit den Einrichtungen Asylverfahren zu beschleunigen.

Deshalb sollen alle relevanten Behörden mit von der Partie sein. In den Zentren sollen Asylbewerber für die gesamte Dauer ihrer Antragsprüfung untergebracht werden. Die ersten dieser Zentren wurden Anfang August in Bayern eingerichtet, Sachsen befürwortet solche Einrichtungen ebenfalls. Andere Bundesländer sehen das Vorhaben kritisch.

ANZEIGE

Die News Rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Dreyer hält Ankerzentren für unnötig wurde von AFP am 10.08.2018 in der Kategorie Brennpunkte mit den Stichwörtern D, Parteien, Flüchtlinge, CSU, SPD abgelegt.

Weitere Meldungen

46 Afghanen mit neuerlichem Sammelflug abgeschoben - 25 davon kamen aus Bayern

Im Zuge einer erneuten Sammelabschiebung sind in der Nacht zu Mittwoch 46 abgelehnte Asylbewerber nach Afghanistan zurückgeführt worden - mehr als die Hälfte davon aus Bayern.

Mehr
UN-Flüchtlingskommissar: Keine Flüchtlingskrise mehr in Deutschland

Berlin - Filippo Grandi, Hochkommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge, sieht in Anbetracht der sinkenden Zahl von neu ankommenden Schutzsuchenden keine Flüchtlingskrise

Mehr
Israel öffnet Grenzübergang zu Gazastreifen nach fünfwöchiger Sperrung

Nach fünfwöchiger Sperrung hat Israel seinen einzigen Grenzübergang zum Gazastreifen für den Warenverkehr wieder vollständig geöffnet. Ein Konvoi aus dutzenden Lastwagen passierte

Mehr

Top Meldungen

Zahl der neuen Ausbildungsverträge gestiegen

Wiesbaden - Im Jahr 2017 haben insgesamt 515.700 Jugendliche einen neuen Ausbildungsvertrag abgeschlossen: Das waren 5.700 oder 1,1 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte das

Mehr
Fluggastrechteportal verklagt Ryanair wegen Streiks

Frankfurt/Main - Das deutsche Fluggastrechteportal Flightright hat am Dienstag vor dem Landgericht Frankfurt am Main Klage gegen die irische Billigfluggesellschaft Ryanair

Mehr
Bauexperte: Deutschlands Brücken verrotten gefährlich

Berlin - Nach der Katastrophe in Genua werden auch in Deutschland Zweifel an der Stabilität von Autobahnbrücken laut. "Unsere Brücken verrotten gefährlich, ein Einsturzrisiko

Mehr