Finanzen

Ergebnis von Munich Re durch menschengemachte Großschäden belastet

  • 8. August 2018, 10:53 Uhr
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Menschengemachte Großschäden belasten Munich Re
Bild: AFP

Das Quartalsergebnis des Versicherungskonzerns Munich Re wird durch menschengemachte Großschäden belastet. Insgesamt sieht die Unternehmensleitung den Konzern aber gut auf Kurs.

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Das Quartalsergebnis des Versicherungskonzerns Munich Re wird durch menschengemachte Großschäden belastet. Dagegen spielten Naturkatastrophen in den Monaten April bis Juni eine geringere Rolle, wie das Unternehmen am Mittwoch in München mitteilte. Positiv war die Geschäftsentwicklung des Rückversicherers in den Bereichen der Lebens- und der Krankenversicherung.

Insgesamt lag der Quartalsgewinn den Angaben zufolge bei 728 Millionen Euro. Er bewegte sich damit etwa auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums, als ein Ergebnis von 733 Millionen Euro erzielt wurde. Der Halbjahresgewinn betrug 1,6 Milliarden Euro. Damit liege Munich Re "sehr gut auf Kurs", erklärte Vorstandschef Joachim Wenning.

Die Belastung durch Schadensereignisse von mehr als zehn Millionen Euro stieg allerdings im zweiten Quartal 2018 auf 605 Millionen Euro und lag damit über den Erwartungen. Ausschlaggebend waren von Menschen verursachte Schäden mit 501 Millionen Euro, vor allem ein Bauschaden an einem Wasserkraftwerk in Kolumbien. Die Belastung durch Großschäden aus Naturkatastrophen wurde mit 104 Millionen Euro angegeben.

Beim Rückversicherungsgeschäft in den Bereichen Leben und Gesundheit stieg der Quartalsgewinn deutlich auf 285 Millionen Euro. Im Rahmen der Vertragserneuerungen zum 1. Juli gelang Munich Re eine Ausweitung des Geschäfts. Den Unternehmensangaben zufolge wurden Verträge im Volumen von 3,3 Milliarden Euro gezeichnet, 42 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Preise seien dabei moderat um 0,9 Prozent gestiegen, hieß es.

An seiner Gewinnprognose für das gesamte Jahr 2018 hält der Konzern fest. Sie wurde von Wenning erneut mit 2,1 bis 2,5 Milliarden Euro angegeben.

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