Finanzen

Munich Re steigt aus der Kohle aus

  • 5. August 2018, 19:05 Uhr
Bild vergrößern: Munich Re steigt aus der Kohle aus
Heizkraftwerk
dts

.

Anzeige

München - Die Sorge vor den Auswirkungen des Klimawandels hat den Rückversicherer Munich Re zu einer Kehrtwende in seiner Geschäfts- und Kapitalanlagestrategie getrieben. Künftig will der Münchner Konzern die eigene Klimastrategie an das Zwei-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens knüpfen.

Das kündigte der Vorstandsvorsitzende Joachim Wenning in einem Gastbeitrag in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montagsausgabe) an. Wenn es nicht gelinge, die Erderwärmung um weniger als zwei Grad zu begrenzen, müsse mit teuren und gesellschaftlich einschneidenden Folgen gerechnet werden. Weil unter den fossilen Brennstoffen Kohle für den größten Anteil an den klimaschädlichen CO2-Emissionen verantwortlich ist, will die Munich Re weder in Aktien noch Anleihen von Unternehmen investieren, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes mit Kohle erzielen. "Und wir werden im Einzelrisikogeschäft, wo wir die Risiken genau sehen können, im Grundsatz künftig keine neuen Kohlekraftwerke oder -minen in Industrieländern mehr versichern", erklärte Wenning in der FAZ Zuvor hatten bereits andere Versicherer, darunter Axa, Allianz und Zurich, ähnliche Pläne verkündet.

So beschloss etwa Allianz-Chef Oliver Bäte im Mai, bis zum Jahr 2040 komplett aus Kohlegeschäften jeder Art aussteigen zu wollen.

Die News Munich Re steigt aus der Kohle aus wurde von dts am 05.08.2018 in der Kategorie Finanzen mit den Stichwörtern Finanzen, Deutschland, Finanzindustrie, Energie abgelegt.

Weitere Meldungen

Union rebelliert gegen Scholz-Pläne für Grundsteuer

Berlin - Mit seinen Plänen für die Reform der Grundsteuer trifft Finanzminister Olaf Scholz (SPD) auf heftigen Widerstand, vor allem beim Koalitionspartner CDU/CSU. In der

Mehr
Einnahmen der Kirchen aus Kirchensteuer steigen

Berlin - Trotz rückläufiger Mitgliederzahlen steigen die Einnahmen der Kirchen in Deutschland aus der Kirchensteuer kontinuierlich. Das berichtet die "Bild-Zeitung" unter

Mehr
Wirecard-Chef will noch viele Jahre im Amt bleiben

München - Der Vorstandschef des Bezahldienstleisters Wirecard, Markus Braun, würde seinen Ende 2020 auslaufenden Vertrag gerne verlängern. "Ich mache den Job jetzt seit knapp 20

Mehr

Top Meldungen

Umfrage: Viele Bürger sehen CO2-Abgabe positiv

Berlin - Bundesbürger stehen einer Abgabe auf das Treibhausgas Kohlendioxid bei Strom und Sprit offenbar relativ offen gegenüber. 33 Prozent wären bereit, eine solche Besteuerung

Mehr
Mehr Rentner mit Grundsicherung erwartet

Berlin - Die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung, Gundula Roßbach, erwartet in den nächsten Jahren eine steigende Zahl von Rentnern, die auf Grundsicherung angewiesen

Mehr
Mittelstand erwartet Konjunkturwende

Berlin - Im deutschen Mittelstand ist die Konjunkturwende offenbar angekommen: Die kleinen und mittelgroßen Unternehmen hierzulande blicken weniger optimistisch als bislang in

Mehr