Technologie

Tarifverhandlungen bei T-Systems auch in vierter Runde ohne Ergebnis

  • 13. Juli 2018, 17:11 Uhr
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Niederlassung von T-Systems
Bild: AFP

Die Tarifverhandlungen bei der Telekom-Tochter T-Systems sind auch in der vierten Runde ohne Ergebnis geblieben. Der Arbeitgeber habe ein 'nicht akzeptables Angebot vorgelegt', erklärte Verdi-Verhandlungsführer Michael Jäkel.

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Die Tarifverhandlungen bei der Telekom-Tochter T-Systems sind auch in der vierten Runde ohne Ergebnis geblieben. Der Arbeitgeber habe ein "nicht akzeptables Angebot vorgelegt", erklärte Verdi-Verhandlungsführer Michael Jäkel am Freitag. Die Gewerkschaft fordert 5,5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Überschattet werden die Tarifverhandlungen von den Plänen des Unternehmens, weltweit 10.500 Stellen zu streichen, davon 6000 in Deutschland. 

Die Tarifverhandlungen für die rund 11.000 Beschäftigten, die nach Tarif bezahlt werden, hatten Anfang April begonnen. Vor der vierten Runde am Donnerstag in Euskirchen hatten sich laut Verdi an drei Tagen rund 3000 Mitarbeiter an Warnstreiks beteiligt. Die fünfte Verhandlungsrunde beginne in vier bis sechs Wochen, teilte Jäkel mit. 

T-Systems betreut Großkunden der Deutschen Telekom. Das Unternehmen will bis Ende 2020 rund 6000 Stellen streichen. Laut T-Systems sind insgesamt 17.800 Stellen im Unternehmen selbst und seinen Tochtergesellschaften betroffen - wegfallen würde also etwa ein Drittel der Stellen. Verdi dagegen gibt an, fast jede zweite Stelle werde gestrichen - die Gewerkschaft geht von nur 13.500 Stellen bei T-Systems ohne Töchter aus. 

Am 31. Dezember dieses Jahr läuft der Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen aus. Verdi hat heftigen Widerstand gegen den Stellenabbau angekündigt.

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