Brennpunkte

Bundesinnenministerium: Migranten wollen nach Westeuropa

  • 24. Juni 2018
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Flüchtlinge vor einem Grenzzaun
dts

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Berlin - Viele Asylsuchende zieht es innerhalb der Europäischen Union (EU) weiterhin nach Deutschland. "Ein großer Teil der in Griechenland aufhältigen beziehungsweise neu ankommenden Migranten strebt eine Weiterreise nach West- oder Nordeuropa an", sagte eine Sprecherin des Innenministeriums der "Welt am Sonntag".

Das Land sei "nach wie vor ein wichtiges Drehkreuz der illegalen Migration nach Europa und ein Brennpunkt der Schleusungskriminalität". Am häufigsten werde anschließend der Landweg über die Staaten der Balkanregion eingeschlagen, erklärte das Innenministerium. "Brennpunkte sind gegenwärtig die griechischen Landgrenzen zu Mazedonien und Albanien." Zudem würden an den griechischen Flug- und Seehäfen "permanent Versuche illegaler Migration nach Westeuropa festgestellt". Daher sei von einem entsprechenden Dunkelfeld auszugehen. Mit Blick auf die Hauptherkunftsländer von Asylsuchenden in Deutschland gehen Sicherheitskreise davon aus, dass der Großteil von ihnen nach wie vor über die Balkanroute kommt. Nach EU-Schätzungen leben aktuell rund 50.000 Migranten oder Flüchtlinge in Griechenland. Laut griechischen Angaben sind in diesem Jahr bislang rund 12.000 Personen neu auf den Inseln in der Ägäis angekommen. Über die türkisch-griechische Landgrenze sind laut deutschen Regierungsangaben bis Ende Mai 6.000 Migranten gekommen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine Steigerung um 600 Prozent. Auch wenn diese Zahlen im Vergleich zum Höhepunkt der Flüchtlingskrise 2015 deutlich gesunken sind - insgesamt kommen bis Ende Mai mit rund 18.000 Migranten über die Route Griechenland damit weiterhin die meisten Migranten nach Europa. Bis Ende Mai gelangten 13.500 Migranten über die zentrale Mittelmeerroute nach Italien, von Afrika nach Spanien kamen 10.000 Personen.

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