Technologie

Bericht: Immobilienscout24 mit Vorwurf irreführender Werbung konfrontiert

  • 17. Juni 2018, 10:45 Uhr
Bild vergrößern: Bericht: Immobilienscout24 mit Vorwurf irreführender Werbung konfrontiert
Wohnhäuser in Niedersachsen
Bild: AFP

Das bei der Wohnungssuche beliebte Portal Immobilienscout24 hat einem Medienbericht zufolge juristischen Ärger wegen eines kostenpflichtigen Tools zur Grundstücksbewertung.

Anzeige

Das bei der Wohnungssuche beliebte Portal Immobilienscout24 hat einem Medienbericht zufolge juristischen Ärger wegen eines kostenpflichtigen Tools zur Grundstücksbewertung. Wie die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf Gerichtsdokumente berichtete, bemängelt das Oberlandesgericht München das Angebot als "irreführend". Dabei geht es um Bodenrichtwerte, also amtlich festgelegte Durchschnittspreise für Grundstücke pro Quadratmeter. Sie helfen dabei, die Immobilienpreise realistisch zu bewerten.

Auf dem Portal heißt es dazu: "Kaufen Sie das Grundstück zum richtigen Preis! Bisher war die Preisermittlung nicht so einfach: Sie mussten dafür zur entsprechenden Stadt- oder Gemeindeverwaltung, wo Sie die Bodenrichtwerte der Gutachterausschüsse einsehen konnten." Mit dem Angebot von Immobilienscout erhielten Interessierte diese Auskunft aber "in wenigen Minuten online".

Dem Bericht zufolge wurden für München jedoch falsche Bodenrichtwerte ausgegeben. Immobilienscout beruft sich demnach auf Datenlieferungen einer hessischen Firma, die die Werte von den Gutachterausschüssen erhalten haben will. Gerichtsunterlagen zeigten jedoch, dass diese Firma keine Lieferverträge mit den Münchner Gutachtern habe, berichtete die "BamS". Auf der eigenen Website erkläre die Firma zudem, dass Bodenrichtwerte aus Bayern derzeit "nicht verfügbar" seien.

Ein Sprecher von Immobilienscout sagte der Zeitung, das Produkt werde "schnellstmöglich vom Netz" genommen, bis alle offenen Fragen geklärt seien.

ANZEIGE

Die News Bericht: Immobilienscout24 mit Vorwurf irreführender Werbung konfrontiert wurde von AFP am 17.06.2018 in der Kategorie Technologie mit den Stichwörtern D, Immobilien, Verbraucher, Internet, Justiz abgelegt.

Weitere Meldungen

Continental will sich in drei Unternehmensbereiche aufteilen

Der Autozulieferer Continental will sich mit einem grundlegenden Konzernumbau für die "Mobilität der Zukunft" wappnen. Wie das Unternehmen am Mittwoch in Hannover mitteilte, soll

Mehr
Google legt Einspruch gegen EU-Milliardenbuße wegen Android ein

Der US-Konzern Google legt Einspruch gegen die EU-Rekordbuße wegen illegaler Praktiken beim Vertrieb seines mobilen Betriebssystems Android ein. "Wir werden gegen die Entscheidung

Mehr
EU geht mit Rekordstrafe gegen "illegale Praktiken" von Google bei Android vor

Die EU hat eine Rekordstrafe von 4,34 Milliarden Euro gegen den Internet-Riesen Google wegen "illegaler Praktiken" beim mobilen Betriebssystem Android verhängt. Die europäischen

Mehr

Top Meldungen

Weniger Beschwerden über Banken bei der BaFin

Frankfurt/Main - Die Zahl der Beschwerden über Anlageberater bei der Finanzaufsicht Bafin ist gesunken. Das geht aus einer Aufstellung des Bundesfinanzministeriums zum

Mehr
Arbeitsminister Heil gegen Zerschlagung von Thyssenkrupp

Berlin - Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat sich gegen eine Zerschlagung des Industriekonzerns Thyssenkrupp ausgesprochen. "Ich habe die Meldungen der letzten Woche mit

Mehr
Studie: Wohlstand in Deutschland stagniert seit 20 Jahren

Berlin - Die deutsche Wirtschaft ist zwischen 1991 und 2016 um 40 Prozent gewachsen: Weit hinter diesem Wert zurück bleibt der Wohlstand mit plus 6,4 Prozent. "Das

Mehr