Finanzen

Argentinien einigt sich mit IWF auf Kredit von 50 Milliarden Dollar

  • 8. Juni 2018, 03:35 Uhr
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Zentralbankchef Federico Sturzenegger (l.), Finanzminister Nicolás Dujovne
Bild: AFP

Das hoch verschuldete Argentinien hat sich mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) auf einen Kredit in Höhe von 50 Milliarden Dollar (rund 42 Milliarden Euro) verständigt.

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Das hoch verschuldete Argentinien hat sich mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) auf einen Kredit in Höhe von 50 Milliarden Dollar (rund 42 Milliarden Euro) verständigt. "Wir haben uns an den IWF gewandt, um eine Krise zu vermeiden", sagte der argentinische Finanzminister Nicolás Dujovne am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Buenos Aires. Die Kreditvereinbarung laufe über drei Jahre, zunächst werde es eine "Sofortzahlung" von 15 Milliarden Dollar geben.

Die Vereinbarung sieht auch vor, dass Argentinien sein Haushaltsdefizit von den zunächst für 2018 geplanten 3,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf nun 2,7 Prozent verringert.

Umfragen zufolge sind rund 75 Prozent der Argentinier gegen eine Vereinbarung mit dem IWF. Viele verbinden damit schmerzhafte Erinnerungen an frühere Wirtschaftskrisen, die 2001 in einer Staatspleite endeten. Viele Argentinier machen dafür den IWF verantwortlich. Zuletzt protestierten tausende Menschen in Buenos Aires gegen ein IWF-Hilfspaket, da sie weitere Einschnitte fürchteten.

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