Wirtschaft

Putin warnt vor katastrophalen Folgen eskalierender Handelskonflikte

  • 25. Mai 2018, 16:52 Uhr
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Wladimir Putin (rechts) beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg
Bild: AFP

Angesichts einer zunehmend konfrontativen US-Handelspolitik hat Russlands Präsident Wladimir Putin vor katastrophalen Schäden am Weltwirtschaftssystem gewarnt. Eine neue Ära des Protektionismus ziehe herauf und drohe den freien Handel zu zerstören.

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Angesichts einer zunehmend konfrontativen US-Handelspolitik hat Russlands Präsident Wladimir Putin vor katastrophalen Schäden am Weltwirtschaftssystem gewarnt. Eine neue Ära des Protektionismus ziehe herauf und drohe den freien Handel zu zerstören, auf dem das wirtschaftliche Wohlergehen aller basiere, sagte Putin am Freitag bei einem Wirtschaftsforum in St. Petersburg.

"Es hat sich eine Spirale aus Sanktionen und Handelsschranken in Gang gesetzt, die eine wachsende Zahl von Ländern und Unternehmen betrifft", ergänzte Putin. Die Mischung aus wirtschaftlichen Strafmaßnahmen und fehlendem Vertrauen sei hochgradig gefährlich. Diese könne "eine systemische Krise auslösen, wie sie die Welt bislang noch nicht gesehen hat". 

Direkten Bezug auf die Politik von US-Präsident Donald Trump nahm Putin dabei nicht. Dieser hatte sein Land aus Freihandelsabkommen zurückgezogen, Strafzölle auf den Import von Stahl und Aluminium verhängt und mit weiteren ähnlichen Maßnahmen gedroht. Die EU und andere Industriestaaten wie Russland kritisieren dies scharf und ziehen inzwischen Strafzölle auf US-Importe in Betracht. Dies löst Befürchtungen vor einem eskalierenden globalen Handelskriegs aus.

Die Welt brauche einen "Handelsfrieden", keine "Handelskriege", sagte Putin beim 22. Wirtschaftsforum in St. Petersburg. Auch der französische Staatschef Emmanuel Macron und der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe nahmen an der Veranstaltung teil.

Am Donnerstag hatten sich die Regierungen Deutschlands und Chinas erneut zum freien Welthandel bekannt. Beide Länder setzten auf Multilateralismus und "fairen und freien Handel", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Konsultationen mit dem chinesische Ministerpräsidenten Li Keqiang in Peking.

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